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Nicht nur nationale Regeln, die die heimischen Volksvertreter beschliessen, begründen Normen für das menschliche Handeln; auch internationale Bestimmungen sind für das Leben signifikant. Letztere werden unter dem Begriff „Völkerrecht“ zusammengefasst. Sie ordnen primär das Verhalten der Staaten untereinander und legen Regeln für eine Zusammenarbeit fest. Dabei spielt die Gleichrangigkeit eine zentrale Rolle. Jenseits von wirtschaftlicher Macht und militärischer Stärke erhält jeder Staat dieselben Rechte und Pflichten, die sich auf den Handel und die Umwelt beziehen können. Zusätzlich rückt das Völkerrecht zunehmend auch die Menschen innerhalb der Staatsgebilde in den Fokus. Der Schutz von Flüchtlingen, die Durchsetzung von Menschenrechten und die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität sind daher ebenfalls Themen des Völkerrechts.
Bis heute existiert keine Polizeibehörde, die Verstösse gegen das Völkerrecht ahndet. Diese Gegebenheit hat in der Vergangenheit immer wieder dazu geführt, dass internationalen Verträgen jede Bedeutung abgesprochen wurde. Andererseits wird gerade bei Verstössen gegen elementare Menschenrechte der Ruf nach Sanktionen wie einem Freiheitsentzug der Täter laut. Die historische Entwicklung zeigt: Schwere Konflikte kommen nur selten vor. Die meisten Staaten halten sich an die geschlossenen Vereinbarungen. Darüber hinaus gibt es Sanktionsmöglichkeiten über Behörden und Gerichte wie den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Dessen Rechtsprechung wird von den meisten Staaten der Erde anerkannt und bezieht sich auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsvergehen und ähnliches.
Internationalen Bestimmungen kommt grundsätzlich ein Vorrang vor dem Schweizer Landesrecht zu. Andernfalls würden solche Verträge ein Schattendasein führen und in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Entstehen schwerwiegende Konflikte zu anderen Normen, besteht in der Regel die Möglichkeit zur Kündigung. Dass das Völkerrecht einen bedeutenden Status einnimmt, ist in der Schweizer Verfassung geregelt. So formuliert Artikel 2 im Absatz 4 die Ziele Frieden und Gerechtigkeit auf internationaler Ebene. Artikel 54 verpflichtet unter anderem zur Linderung der weltweiten Armut, zur Förderung der Menschenrechte und zu einer friedlichen Koexistenz. Viele Bestandteile dieser aussenpolitischen Agenda aus der Bundesverfassung lassen sich nur im Rahmen des Völkerrechts verwirklichen.
Ursprünglich richtete sich das Völkerrecht ausschliesslich an Staaten. Die Souveränität und Rechtsgleichheit aller Länder unabhängig von Reichtum und Armut, militärischer Stärke und Grösse stellen bis heute wichtige Grundprinzipien dar. Allerdings haben sich in den letzten Jahrzehnten deutliche Veränderungen ergeben. Abkommen setzen immer mehr das Wohl der Menschen in den Mittelpunkt. Darin inbegriffen sind auch die Menschenrechte. Jeder Bürger kann grundlegende Rechte wie Meinungs- und Gewissensfreiheit einklagen, ohne gewalttätige Übergriffe der Staatsorgane fürchten zu müssen. Darüber hinaus fallen auch Regelungen zum Schutz des Klimas, die für die menschliche Gesundheit unabdingbar sind, darunter. Möchtest du etwa ins Ausland telefonieren oder einen Städtetrip in einen anderen Staat unternehmen, werden völkerrechtliche Bestimmungen tangiert.
Das Völkerrecht ist kein Konstrukt moderner Juristen. Schon in der Antike waren sich die Menschen bewusst, dass Waffengewalt und Kriege ein Übel für die Gesellschaft sind. Deshalb wurden in Parlamentärsverhandlungen Streitigkeiten ausgetragen. Grundsätzlich stärkte die Erfahrung aus Jahrhunderten das Bewusstsein für eine Ordnung auf internationaler Ebene. Als wichtiger neuzeitlicher Wegbereiter gilt der Jurist Francisco Suárez. Das Hauptaugenmerk der Rechtsphilosophen war es, die Zivilbevölkerung vor Grausamkeiten zu schützen. Seit dem Jahr 1945 wird die Umsetzung des Völkerrechts vor allem mit den Vereinten Nationen in Verbindung gebracht. Es besteht trotz Zentralisierungsabsichten aus vielen Vereinbarungen und Abkommen.
Gesetze erhalten ihre Legitimation meist dadurch, dass sie durch die Parlamente verabschiedet werden. Völkerrechtliche Normen werden hingegen in der Regel durch Verträge geschlossen. Damit nicht gegen den Willen der Repräsentanten oder gegen den Wunsch des Volks Regeln erlassen werden, greifen in der Schweiz folgende Grundsätze der Verfassung:
Menschliches Leid rückt in kriegerischen Auseinandersetzungen noch einmal besonders in den Fokus. Für diesen Fall existiert das humanitäre Völkerrecht. Es versucht das Verhältnis zwischen militärischem Agieren und Grundrechtsschutz in Balance zu halten. Methoden und Mittel der Kriegsführung werden in den Bestimmungen genauso definiert wie der Schutz unbeteiligter Personen.
Die Definition von Corporate Governance umfasst alle wichtigen Regeln, Verfahren und auch die nationalen und internationalen Gesetze zur Umsetzung einer guten Unternehmensführung. Viele mit dem Unternehmen in Verbindung stehende Parteien haben ein Interesse daran, dass die Entscheidungen des Managements einer gewissen Kontrolle unterliegen. Das Verhalten der Entscheider soll hohen moralischen Ansprüchen genügen und dennoch immer am Unternehmenserfolg ausgerichtet bleiben. Davon profitiert der Aktionär ebenso wie der Mitarbeiter oder der Staat, der Steuern aus den Unternehmen erhält. Die Corporate Governance verfolgt das Ziel, durch Standards und entsprechende Strukturen sowie die Herstellung von Transparenz Risiken in den Unternehmen zu minimieren.
Der Ausländeranteil der in der Schweiz lebenden Menschen beträgt inzwischen über ein Viertel der Gesamtbevölkerung. Das zeigt zum einen, wie attraktiv die Schweiz zum Arbeiten und Leben ist. Doch nicht nur wegen einer Anstellung ziehen Menschen in das Land. Zahlreiche hier lebende Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit sind etwa Studierende oder Rentner. Ausserdem beteiligt sich die Schweiz an den internationalen Bemühungen, Flüchtlinge in Notlagen aufzunehmen. Für alle diese und weitere Personengruppen gibt es eigene Regelungen, die den Aufenthaltsstatus betreffen. Hier verraten wir dir alles Wissenswerte zur Aufenthaltsbewilligung für ausländische Staatsangehörige.
Ein schwerer Raub mit Körperverletzung ist kein Kavaliersdelikt und wird juristisch auch nicht mehr als Antragsdelikt behandelt. Schwerwiegende Straftaten werden in der Schweiz als Offizialdelikt bezeichnet. Welche rechtliche Grundlage hierfür besteht, wann und wie ein Offizialdelikt strafrechtlich verfolgt wird, erfährst du in unserem Ratgeber. Wir erklären dir zudem den Unterschied zu einem Antragsdelikt und erläutern, was bei einer Strafanzeige oder bei einem Strafantrag zu beachten ist und wie du diese stellst.
Die Invalidenversicherung stellt eine wichtige Säule des Sozialversicherungsnetzes in der Schweiz dar. Sie greift immer dann ein, wenn Menschen durch einen Gesundheitsschaden nicht mehr arbeiten können oder Hilfe bei der Wiedereingliederung brauchen. Auch schon im Vorfeld kann die Invalidenversicherung aktiv werden, um die Entstehung einer Invalidität zu verhindern. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Versicherung. Wir erklären zum Beispiel, wer dort versichert ist, was als Gesundheitsschaden gilt und welche Leistungen die Invalidenversicherung erbringt.
Die unerwartete Kündigung des Arbeitgebers, der Streit mit dem Nachbarn über ein aufgestelltes Gartenhaus oder die plötzliche Trennung vom Ehegatten, im alltäglichen Leben gibt es eine Vielzahl an möglichen Situationen, in denen du einen professionellen rechtlichen Rat gut gebrauchen kannst. Vor allem dann, wenn du die rechtliche Grundlage nicht kennst, lohnt es sich, eine Rechtsberatung in Anspruch zu nehmen. Ein Anwalt bietet dir seine fachlich-kompetente Hilfe an und steht dir als Ratgeber zur Seite. In der Schweiz gibt es alternativ zudem das Angebot einer unentgeltlichen Rechtsauskunft. Alle wichtigen Informationen, die du über die Rechtsberatung wissen solltest, kannst du hier nachlesen.
Wichtige Angelegenheiten im Leben besiegeln wir oft mit einem Vertrag. So können wir uns schriftlich absichern, dass wir die gleichen Interessen verfolgen und unser Vertragspartner im Nachhinein nicht das Gegenteil behauptet. Manchmal ändern sich jedoch die Verhältnisse und bestimmte Punkte, die zuerst vertraglich geregelt waren, sind überhaupt nicht mehr möglich. Sind nun der komplette Vertrag und das Geschäft hinfällig? Oder wird nur die einzelne Vertragsklausel gestrichen oder unwirksam? Die salvatorische Klausel regelt diese Sonderfälle. Wir geben dir hier die wichtigsten Tipps zu dieser Klausel.