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Im Privatrecht sind Formvorschriften dazu gedacht, Vereinbarungen in einem Kaufvertrag oder anderen Verträgen von einer bestimmten Form abhängig zu machen. Daneben gibt es die Formfreiheit, also Verträge, die keine bestimmte Vorlage oder Form benötigen. Formvorschriften sind notwendig, wenn du kostspielige oder rechtlich erhebliche Geschäfte abschliesst. Wo ansonsten der Vertrag innerhalb der Privatautonomie frei gestaltet wird, wenn beide Parteien damit einverstanden sind, gilt die Formvorschrift immer dann, wenn es um beträchtliche Summen geht, so bei einem Immobilien- oder Grundstückskauf. Die Vorgabe für vertragliche Bedingungen ermöglicht einen Abschluss ohne Komplikationen, der keinen der Vertragspartner benachteiligt. Formbindung oder Formvorschriften stehen im Gegensatz zur Formfreiheit.
Es gibt verschiedene Formvorschriften, die das Gesetz namentlich festlegt. Neben der Textform als leichtester Vorschrift, bei der von den Vertragsparteien lediglich die schriftliche Fixierung der Vereinbarung gewünscht ist, gibt es die Schriftform, bei der du den Vertrag mit deiner Unterschrift bestätigen musst. Die entscheidenden Formvorschriften sind:
Wird Schriftlichkeit gefordert, muss der Inhalt des Kaufvertrags oder Werkvertrags schriftlich festgehalten werden. Das geschieht in der Regel auf Papier oder einem vorgedruckten Formular. Die einfache Schriftlichkeit benötigt deine Unterschrift und die deines Vertragspartners. Ihr bezeugt damit, dass ihr den Inhalt des Dokuments kennt und euch mit den Vereinbarungen einverstanden erklärt. Die Unterschriften müssen eigenhändig erfolgen, wobei es weniger darauf ankommt, dass eine gute Leserlichkeit gewährleistet ist. Eine Identifizierung erfolgt meistens durch den zusätzlich angegebenen Namen der Vertragspartner. Die einfache Schriftlichkeit erfordert die Übergabe des Vertrags an beide Parteien.
Die qualifizierte Schriftlichkeit benötigt neben der Unterschrift zusätzliche Elemente, damit die Formvorschriften gewahrt bleiben. Das kann bedeuten, dass du den Vertrag handschriftlich aufsetzen musst, etwa bei Testament oder Bürgschaft, oder dass weitere inhaltliche Elemente notwendig sind, so beispielsweise die Verwendung bestimmter Formulierungen und Wörter. Bei einer öffentlichen Beurkundung geht es um Verträge, die durch Behörden beurkundet werden müssen. Daneben ist die notarielle Beurkundung ebenso gängig und gültig. Sie erfolgt durch einen Notar.
In der Schweiz sieht der Gesetzgeber Formvorschriften für komplexere Geschäftsvorgänge vor, wenn es entsprechend darum geht, dass du entweder deine Unterschrift bestätigen oder den Inhalt beglaubigen lässt. Die Schriftlichkeit wiederum wird der mündlichen Übereinkunft in vielen Geschäften vorgezogen. Trotzdem gibt es auch Vereinbarungen, die mündlich getroffen werden.
Verträge, die an Formvorschriften gebunden sind, haben die Aufgabe, beide Parteien dazu anzuhalten, die Folgen des vereinbarten Geschäfts genau zu kennen und bei Bedarf auch noch einmal zu überdenken. Dabei sind sie dazu aufgefordert, ihren Willen ausdrücklich kundzutun. Du bist bei einem Vertrag, bei dem du die Unterschrift leistet, an den Inhalt rechtlich gebunden und kennst so auch die Tragweite des Abschlusses.
Gleichzeitig sorgt eine Formvorschrift dazu, die Rechtslage für Privatpersonen und Unternehmen besser zu klären. Der an die Form gebundene Inhalt fixiert die darin enthaltenen Abmachungen und Erklärungen in endgültiger Form. Ebenso verleiht eine Bindung der Form dem Rechtsakt mehr Sicherheit. Eine notariell beglaubigte Urkunde ist nicht anfechtbar und dient immer als sicheres Beweismittel.
Die notarielle Beglaubigung bestätigt die Echtheit einer Unterschrift. Die notarielle Beurkundung besiegelt daneben auch den Inhalt. Solche Verträge sind in bestimmten Rechtsgeschäften notwendig, in denen die Schriftform alleine nicht ausreicht. Hier gilt, dass das Rechtsgeschäft oder der Vertrag nicht gültig ist, wenn die Beurkundung nicht erfolgt. Solche Dokumente sind nicht anfechtbar. Auch wenn du für dein Testament die notarielle Beurkundung nicht benötigst, kannst du dich mit dieser absichern. Notwendig ist sie für Verträge, die beispielsweise:
Neben der Schriftlichkeit und der Beurkundung gilt für viele Verträge des Privatrechts die Formfreiheit. Damit ist gemeint, dass keine der Parteien an inhaltliche oder formale Vorschriften gebunden ist und die festgelegten Vereinbarungen in gegenseitiger Übereinstimmung und als Willenserklärung im Rahmen der Gesetze liegen und der Vertragsabschluss Gültigkeit hat. Das ist auch als E-Mail möglich.
Ein Formmangel ist dann der Fall, wenn eine Absenz der Formvorschriften vorliegt oder wesentliche geforderte Elemente im Grundsatz fehlen. Die Rechtsfolgen sind, dass der Vertrag, den du nach Formvorschrift abschliessen musst, nichtig wird. Vor Gericht gilt ein Formmangel als rechtswidrig, wenn eine der beiden Parteien sich darauf beruft. Das kann auch beinhalten, dass durch die Nichtigkeit des Vertrags bereits Geleistetes zurückgefordert werden darf.
Die Sicherheit ist auf Schweizer Strassen oberstes Gebot. Dafür initiierte der Bund 2013 das Programm Via sicura mit zahlreichen Massnahmen für Fahrzeuglenker. Im Visier sind insbesondere Geschwindigkeitsübertretungen: Raser riskieren schwere Sanktionen, wie die Beschlagnahmung ihres Fahrzeugs und Strafverfahren. Ein eventuelles Strafmass ist auch der Entzug des Führerausweises, den der Fahrzeuglenker nicht automatisch zurückbekommt. Eidgenossen und Urlauber tun gut daran, sich an das Tempolimit zu halten. Wer schneller unterwegs ist als die Schweiz erlaubt, macht unliebsame Bekanntschaft mit der Schweizer Polizei. Wir informieren, welche Sanktionen dich bei Verkehrsregelverletzungen erwarten und ob für Deutsche ein Vollstreckungsabkommen existiert.
Seit jeher gibt es in der Gesellschaft unterschiedliche Gruppierungen von Menschen. Nicht selten kommt es dabei zu Konflikten, die sich durch die Auseinandersetzung teilweise zu Klischees und Vorurteilen entwickeln. Das Resultat ist eines: Mobbing. Während manch einer hilflos ist und sich nicht aus der Opferrolle herauswinden kann, sind andere Personen aktiv und gehen sowohl gegen die Mobber, aber auch gegen die Ursachen des Mobbings vor. Eine spezifische Art des Mobbings ist das Mobbing am Arbeitsplatz. Wenn du auf der Arbeit gemobbt wirst oder jemanden kennst, dem es so ergeht, kannst du hier Antworten auf deine Fragen finden.
Bei einer vertraglichen Vereinbarung gilt zunächst immer eine gesetzlich vorgeschriebene Haftungsverteilung auf beide Vertragsparteien. Diese kann jedoch durch Haftungsbeschränkungen oder sogar durch einen Haftungsausschluss verändert werden. Kommen dieser zur Geltung, ist ein rechtsgeschäftlicher Eingriff zugunsten des Schädigers nicht mehr möglich. Da beide Vertragspartner darüber Bescheid wissen, ist der Haftungsausschluss rechtlich erlaubt. Mehr zum Thema erfährst du hier.
Mediation ist ein freiwilliges und strukturiertes Verfahren, um einen Konflikt konstruktiv beizulegen. Vielleicht warst du schon einmal in einer Situation mit derart verhärteten Fronten, dass aufeinander zuzugehen nicht mehr möglich schien. Genau dort kannst du einen allparteilicher Experten einschalten, um dich und die anderen Konfliktparteien in eurem Lösungsprozess zu begleiten. Die Konfliktparteien, auch Medianden oder Medianten genannt, versuchen dabei, eine gemeinsame Vereinbarung zu erlangen, die ihren Interessen und Bedürfnissen entspricht.
Viele Menschen in der Schweiz setzen, wenn sie heiraten, einen familienrechtlichen Ehevertrag auf und legen darin den Güterstand fest. Damit wird geklärt, wem in der Ehe was gehört, wie das Vermögen nach der Scheidung aufgeteilt wird, was passiert, wenn ein Ehepartner stirbt oder wenn Schulden gemacht wurden. Es gibt drei Möglichkeiten, den Güterstand festzulegen: als Gütergemeinschaft, Gütertrennung und Errungenschaftsbeteiligung. Häufig wird die Gütertrennung in der Schweiz gewählt.
Wer auf der Suche nach einer schicken Mietwohnung ist, einen neuen Arbeitsplatz sucht oder einen Kredit bei einer Bank aufnehmen will, sollte unbedingt solvent sein und eine solide Kreditwürdigkeit haben. Doch was ist das eigentlich? Wie beweist man, dass man finanziell in geordneten Verhältnissen lebt, keine übermässig hohen Schulden hat und alle Zahlungsverpflichtungen in der Vergangenheit zuverlässig erfüllt hat? Der Betreibungsregisterauszug ist in diesem Fall unverzichtbar. Er dient dir in nahezu jeder Situation als Dokument, wenn du deine finanzielle Zuverlässigkeit nachweisen sollst. Was also musst du zu diesem Auszug wissen?