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Die Schlichtungsbehörde ist eine Instanz vor dem Gericht. Sie berät, entscheidet und vermittelt bei mietrechtlichen Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern. Die regionalen Schlichtungsstellen geben Hausbewohnern und Hauseigentümern die Möglichkeit, ihren Zwist aussergerichtlich beizulegen und dadurch zusätzliche Kosten zu vermeiden. Für die Kantone und Gemeinden bedeutet das eine Reduzierung der allgemeinen Gerichtskosten und des bürokratischen Aufwandes. Die Schlichtungsbehörden sind bewusst unbürokratisch gehalten. Auch juristisch unerfahrene Laien können ohne viel Aufwand ein Schlichtungsgesuch stellen. Seit dem 1. Januar 2020 ist die Schlichtungsbehörde gesetzlich verankert. In diesem Jahr trat die neue Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO) in Kraft. Bis dahin galten die kantonalen Zivilprozessordnungen. Zudem ist die örtliche Schlichtungsstelle verantwortlich für Miet- und Pachtsachen von Wohn- und Geschäftsräumen. Laut Art. 200 ZPO setzen sich die „paritätischen Schlichtungsbehörden“ aus einer vorsitzenden Person, meist ein Jurist, und einer paritätischen Vertretung zusammen. Die Vertretung besteht aus einem Fachrichter des Mieterverbandes und einem Fachrichter der Hauseigentümerverbände. Die Verhandlungen sind sehr informell gehalten. Weder protokollieren die Schlichter irgendwelche Aussagen, noch werden irgendwelche Unterlagen zu den Akten genommen. Wie genau das Schlichtungsverfahren abläuft, dazu gibt es keine genauen Vorgaben. Die Verfahrensweise kann regional und bei den individuellen Abteilungen sehr unterschiedlich sein.
Primär haben die Schlichtungsbehörden die Aufgabe, beide Parteien zu einer Einigung zu bewegen, bevor sie ihre Streitigkeiten vor einem Gericht austragen. Sie hören sich die Argumente beider Seiten an, stellen Fragen zum Sachverhalt und machen Vorschläge. Zumeist kommt es dabei zu einem Vergleich. In diesem Fall erstellt das Vermittleramt ein Protokoll, welches beide Parteien unterschreiben, damit es rechtskräftig und bindend wird. Zudem tritt die Schlichtungsbehörde beratend auf. Du kannst dich also, bevor du ein Gesuch auf ein informelles Verfahren stellst, auch mit Fragen bezüglich des Mietwesens an die Behörde wenden. Jedoch geben sich die Behörden diesbezüglich zurückhaltend und unparteiisch.
Es gibt unzählige Gründe, warum sich Mieter oder Vermieter an eine Schlichtungsbehörde wenden können. Die Streitigkeiten können ihre Grundlage in den Kündigungen von Mietverträgen haben, in der Erhöhung des Mietzinses, Mietzinsausstände, Zustände der Wohnungen und diverse Nebenkosten. Mieter und Vermieter können jederzeit die zuständige Behörde aufsuchen.
Zunächst sollten Mieter versuchen, die Streitigkeiten im Gespräch mit dem Vermieter zu klären. Kommt es dabei zu keiner Einigung, dann kannst du so vorgehen:
Sollte es zu keiner einvernehmlichen Einigung kommen, kann die Schlichtungsbehörde einen Urteilsvorschlag einbringen. In dem Urteilsvorschlag formuliert die Behörde eine Klärung des Sachverhaltes. Beide Parteien haben dann 20 Tage Zeit, diesen Vorschlag abzulehnen. Andernfalls gilt er als angenommen und beide Parteien haben sich an ihn zu halten. Sollte mindestens eine der beiden Parteien den Vorschlag ablehnen, dann erhält die klagende Partei eine Klagebewilligung. Mit dieser Bewilligung kann die klagende Partei sich direkt an die nächste Instanz wenden. Darüber hinaus kann die Behörde noch einen Entscheid bei einem Streitwert von bis zu 2.000 Schweizer Franken einbringen. Bis zu diesem Streitwert ist es den Behörden erlaubt, als echte Entscheidinstanz zu amten.
Bei Miet- und Pachtangelegenheiten ist die nächste Instanz das Gericht. Bei einem Streitwert von unter 30.00 Franken kommt es zu einem vereinfachten Verfahren. Das Amt stellt in diesem Fall den Sachverhalt fest. Liegt der Streitwert über 30.000 Schweizer Franken, dann muss eine der Parteien eine schriftliche Klage sowie Beweismittel für ein ordentliches Verfahren einreichen.
Das Gerichtsverfahren ist mit zusätzlichen Kosten verbunden, nicht nur für die Ämter und Behörden, sondern auch für die klagenden Parteien. Solltest du im Verfahren unterliegen, musst du auch die Gerichtskosten tragen. Gemäss Art. 113 ZPO fallen bei Schlichtungsverhandlungen bezüglich Miete und Pacht bei Geschäftsräumen, Wohnräumen und landwirtschaftlicher Pacht keine Gerichtskosten an. Das Verfahren ist also kostenlos.
Durch Bewährungshilfe haben Straftäter die Möglichkeit, sich nach einer frühzeitigen Haftentlassung neu im Alltag zu integrieren und zu zeigen, dass ein Hang zu neuen Straftaten nicht mehr besteht. Während dieser Zeit werden die Lebensumstände des Täters unter die Lupe genommen und der Versuch unternommen, seinen Alltag zu normalisieren, etwa durch Arbeitsvermittlung und Resozialisierung.
In Zeiten von Facebook, Twitter und Instagram ist ein weltweiter Kontakt zwischen Menschen aller Altersklassen möglich. Die neuen Kommunikationsmöglichkeiten haben jedoch auch negative Auswirkungen. Zu diesen gehört das Cyber Mobbing, von dem besonders Jugendliche betroffen sind, die täglich in sozialen Netzwerken agieren. Der Weg über das Internet erlaubt mehr Anonymität und reduziert die Hemmungen. Schnell kann ein Foto den Ruf zerstören oder ein Kind zu etwas gezwungen werden, das es nicht will. Die Gefahr und Auswirkung wird dabei immer noch von vielen Menschen unterschätzt. Alles zum diesem heiklen Thema liest du hier.
Als Beamter muss man sich heutzutage so einiges von den Bürgern anhören. Beamte werden häufig beschimpft oder respektlos behandelt, wenn sie die Bürger zurechtweisen und der Betroffenen sein Fehlverhalten nicht nachvollziehen kann. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Beamtenbeleidigung ein eigener Tatbestand ist. Einen Beamten zu beleidigen, kann vor allem teuer werden und wird mit hohen Bussgeldern geahndet. Doch ist der Strafkatalog bei einer Beamtenbeleidigung wirklich höher als bei einem anderen Bürger? Und wo beginnt überhaupt eine Beleidigung? Diese und weitere Fragen werden im Folgenden beantwortet.
Sollen bestimmte Erben nach einem Todesfall nichts vom Nachlass erhalten, kann der Erblasser sie unter Umständen enterben. Das ist aber gar nicht so einfach. Nur wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, können unliebsame Erben vom Erbe ausgeschlossen werden. Wann Enterben in der Schweiz möglich ist und wann der Pflichtteilschutz greift, was bei einer Enterbung beachtet werden muss, wer überhaupt enterbt werden kann und weitere Informationen rund um das Thema Erbschaft und Enterben findest du in diesem Artikel.
Im Gegensatz zur normalen Kündigung, die entweder vom Arbeitnehmer oder vom Arbeitgeber ausgeht, erfolgt ein Aufhebungsvertrag in beiderseitigem Einverständnis. Diese Beendigung des Arbeitsverhältnisses kann zum sofortigen Zeitpunkt oder auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Im Gegensatz zur normalen Kündigung, bei welcher diverse Fristen und gesetzliche Vorschriften eingehalten werden müssen, ist ein solcher Auflösungsvertrag recht flexibel gestaltbar. Hier liegt einer der wesentlichen Vorteile des Aufhebungsvertrages. Möchtest du also schnellstmöglich eine neue Arbeitsstelle antreten, ohne das Beschäftigungsjahr zu beenden, solltest du mit deinem Arbeitgeber über einen Auflösungsvertrag nachdenken.
Immer wieder gibt es bei einer Wohnung Gründe für eine ausserordentliche Kündigung. Diese kann sowohl von Seiten des Mieters als auch des Vermieters veranlasst werden. Gründe können beispielsweise der Konkurs des Mieters oder auch das unsachgemässe Verhalten des Vermieters sein. In diesem Artikel erfährst du, was du bei einer ausserordentlichen Kündigung beachten solltest.