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Beim Familienrecht geht es um alle Normen, die Personen und vermögensrechtliche Beziehungen in Familien regeln. Das kann Beziehungen betreffen, die sowohl durch Ehe als auch durch Verwandtschaft entstehen. Das Erwachsenenschutzrecht gehört ebenfalls dazu. Der zweite Teil des Zivilgesetzbuches ist ausschliesslich dem Familienrecht gewidmet. Darin finden sich die folgenden drei Abteilungen wieder:
Für eingetragene Partnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare gibt es im Gesetzbuch ein eigenständiges Bundesgesetz, das alle Gesetze bezüglich dieser Partnerschaft regelt. Das Familienrecht bezieht sich nicht nur auf die Rechtsbeziehungen zwischen Einzelpersonen und anderen Familienmitgliedern, sondern bietet auch die Basis für andere Rechtsgebiete. Dazu zählt beispielsweise das Sozialversicherungsrecht.
Familienkonstellationen sind heutzutage einem Wandel unterworfen. Aus diesem Grund wird das Familienrecht immer wieder revidiert, um es den neuen Lebensbedingungen und Familienkonstellationen anzupassen. So stehen heute beispielsweise die Gewährleistung von Freiheit in der Lebensgestaltung, das Wohl der Kinder und die Gleichbehandlung aller Kinder unabhängig von Eltern und deren Zivilstand im Fokus. Diese Themen sind Mittelpunkt der Modernisierung des Zivilrechts. Im März 2015 hat der Bundesrat ein sogenanntes zeitgemässes, kohärentes Zivil- und Familienrecht verabschiedet. Der dazugehörige Bericht „Modernisierung des Familienrechts“ enthält eine spezielle Ordnung über die neuen Ziele und den Stand der Modernisierung aller Gesetzesgrundlagen des Familienrechts.
In der Schweiz gibt es das sogenannte Kinder- und Erwachsenenschutzrecht, das im schweizerischen Zivilgesetzbuch geregelt wird. Die Ausführung liegt jedoch bei den Kantonen selbst, die die hierfür nötigen Gesetze veranlassen. In vielen Regionen sind die Behörden des Kinder- und Erwachsenenschutzrechtes sowie des Güterrechts interdisziplinär organisiert. Es handelt sich also um eine zusammengesetzte professionelle Fachbehörde, die mindestens drei Mitglieder aus verschiedenen Fachbereichen besitzt. Dabei gibt es jeweils eine gerichtliche oder eine Verwaltungsbehörde, die für die Anordnung von Massnahmen und zur Aufgabendefinition von Mandatsträgern zuständig ist.
Das Erwachsenenschutzrecht ist 2013 in Kraft getreten und verbessert die Möglichkeiten der Verantwortungsübernahme von geistig behinderten Personen. Jedoch geht es im Erwachsenenschutzrecht nicht nur um Beistand. Es wird individuell auf jede einzelne Person angepasst und behandelt auch Themen wie elterliche Gewalt. Darüber hinaus regelt das Erwachsenenschutzrecht die Lebensbedingungen von Bewohnern aus Wohneinrichtungen und Pflegeheimen.
Das Erwachsenenschutzrecht zielt darauf ab, jemanden in seinem Selbstbestimmungsrecht und Verfahrensrecht, sowie in seiner Selbstständigkeit zu unterstützen. Es gibt vier verschiedene Formen des Erwachsenenschutzes, die einzeln oder miteinander fungieren:
Ja. Das Familienrecht definiert alle wichtigen Themen rund um die Scheidung. Dazu gehören nicht nur das Erbrecht und die Kindesrechte, sondern auch das Privatrecht auf Gütertrennung und Eheschutz. In der Schweiz ist die Vermögensaufteilung nach einer Scheidung ein wichtiges Thema, über das sich beide Partner im Vorhinein gut informieren sollten. Jeder der beiden Ex-Partner hat ein Immaterialgüterrecht, hat also Ansprüche auf bestimmte Güter. Beim Erbrecht ergibt sich ab 2023 die Änderung, dass Ehepartner, stirbt der Erblasser während des Scheidungsvorgangs, kein Anrecht mehr auf den Pflichtteil haben.
Nach einer Trennung treten zahlreiche Fragen zu verschiedenen Rechtsgebieten auf. Diese reichen vom Güterrecht über das Verfahrensrecht zur Scheidung bis hin zum Kindesrecht und der Unterstützung. Ein Anwalt kann hierbei eine grosse Hilfe sein und die Mediation zwischen den beiden Ex-Partnern vorantreiben. Gerade wenn es Probleme gibt, solltest du an einem Anwalt nicht sparen. Jedoch kommt es hier ganz auf den Einzelfall an, ob ein Anwalt wirklich nötig ist.
Kündigst du oder dein Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis, folgt oft die Freistellung von der Arbeitsleistung. Dabei ist die Freistellung nicht explizit im Arbeitsrecht geregelt. Sie bedarf einer Anordnung des Betriebs oder einer gemeinsamen Vereinbarung. Eine Freistellung bedeutet jedoch nicht, dass Mitarbeiter nun völlig frei sind. Sie haben Rechte, aber auch Pflichten. Freigestellte dürfen zu Hause bleiben und das bei vollem Gehalt. Als Kompensation müssen sie ihr Ferienguthaben und ihre Überstunden einbringen. Dennoch möchte sich nicht jeder Freigestellte dem süssen Nichtstun hingeben. Worauf bei der Freistellung zu achten ist, erfährst du hier.
Im Gegensatz zum Handel mit normalem Grund und Boden sind die Handänderungen des landwirtschaftlich genutzten Bodens diversen Bestimmungen unterworfen. Die Gesetze, die die landwirtschaftlich genutzten Grundstücke betreffen, sind im Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) geregelt. Hier erfährst du, welche Besonderheiten die Gesetzeslage in diesem Bereich mit sich bringt und worauf du im Detail achten solltest.
Wenn Schulden nicht durch eine Zahlung getilgt werden, haben Gläubiger die Möglichkeit, eine Lohnpfändung zu beantragen. Das gilt gegen natürliche Personen, die keinen Einspruch gegen den Zahlungsbefehl erhoben haben. Der Gläubiger darf, wenn der fällige Beitrag nicht innerhalb der gesetzten Frist geleistet wurde, die Schuld vom Einkommen des Schuldners abziehen oder eine Pfändung der Vermögenswerte vornehmen.
Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses ist in der Schweiz sehr einfach. Der Grund: Hier herrscht die sogenannte Kündigungsfreiheit. Dies bedeutet, dass ein bestehendes Arbeitsverhältnis sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer jederzeit ohne die Angabe von Gründen beendet werden kann. Diese Kündigung kann sowohl schriftlich als auch mündlich erfolgen. Allerdings müssen bestimmte Fristen eingehalten werden. Diese richten sich in der Regel nach den bereits geleisteten Dienstjahren. Worauf aber musst du bei einer Kündigung noch achten und wie sieht es mit dem Kündigungsschutz aus?
Zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist es häufig ein heikles Thema: Geht es um das Konkurrenzverbot, können auf beiden Seiten viele Fragen aufkommen, die nicht selten zu Streit führen, weil Uneinigkeit herrscht. Damit dir das nicht passiert, gilt es, auf einige Punkte im Arbeitsvertrag zu achten. Hier kannst du herausfinden, wie das Konkurrenzverbot definiert wird, wann es sinnvoll und vor allem gültig ist.
Die Hochzeit ist das romantischste Ereignis im Leben. Dennoch solltest du dir vor einer Heirat Gedanken darüber machen, wie die Vermögenswerte im Falle einer Scheidung aufgeteilt werden. Die Errungenschaftsbeteiligung ist der Standard beim Güterstand. Er hat allerdings den Nachteil, dass du bei einer Scheidung dein Vermögen mit deinem Ehepartner teilen musst. Hast du viel Vermögen, ist eine Gütertrennung sinnvoll, denn dann bleibt dein Vermögen auch nach einer Trennung komplett bei dir. Die Gütergemeinschaft ist ein weiterer Güterstand, für den sich viele Eheleute entscheiden. Alles Wissenswerte dazu findest du im folgenden Artikel.