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Als Konkubinat bezeichnet man in der Schweiz eine nichteheliche Lebensgemeinschaft zweier Menschen. Ob es sich bei den Partnern um Mann und Frau oder um gleichgeschlechtliche Personen handelt, ist unerheblich. Partner, die miteinander im Konkubinat leben, geniessen vom Gesetz her aber nicht dieselben Rechte wie Partner, die in einer Ehe oder einer eingetragenen Partnerschaft miteinander leben. Sie werden rechtlich wie zwei fremde Personen behandelt. Das bezieht sich etwa auf die Rechte in einem Mietvertrag, bei Wohneigentum oder beim Sorgerecht für gemeinsame Kinder. Ein Konkubinatsvertrag dient dazu, eure Rechte gegenseitig abzusichern. Auch wenn die Liebe noch so gross ist, kann das wichtig sein. Insbesondere, wenn ihr Wohneigentum erwerben möchtet oder gemeinsame Kinder habt. Auch generelle Vollmachten könnt ihr in einem Konkubinatsvertrag vereinbaren. Nur wenige Beziehungen halten ewig, und falls ihr euch doch einmal trennen solltet, können klare Regelungen sehr hilfreich sein, um Streit zu vermeiden. Und auch wenn das nicht eintritt, gibt der Vertrag euch beiden Sicherheit und das gute Gefühl, euch auf einander verlassen zu können.
Die Basis einer Beziehung ist Liebe, keine Frage. Es sollte aber auch klare Vereinbarungen geben, insbesondere über die finanziellen Dinge: Welche Aufteilung soll für Miete und sonstige Haushaltskosten gelten? Wer hat welche Rechte an welchen Sachen? Das ist vor allem dann wichtig, wenn einer von euch über einen deutlich höheren Verdienst verfügt und der weniger verdienende Partner wirtschaftlich abhängig ist. In einer Ehe ist das alles vom Gesetz her geregelt, in einem Konkubinat aber nicht. Daher solltet ihr euch selbst darum kümmern.
Der Aufbau eines Konkubinatsvertrages ist vom Gesetz nicht vorgegeben. Ihr könnt daher frei vereinbaren, welche Punkte euch wichtig sind. Der Vertrag sollte in jedem Fall an individuelle Verhältnisse angepasst werden. Wichtig sind die Regelung von Vermögensverhältnissen und Regeln dafür, was geschehen soll, falls ihr euch einmal trennen solltet. Aber auch generelle Vollmachten und Versicherungen können geregelt werden.
Wenn ihr euch Kinder wünscht oder bereits welche habt, ist ein Konkubinatsvertrag besonders wichtig. Er regelt das Sorgerecht nach einer möglichen Trennung sowie Unterhaltsansprüche. Insbesondere dann, wenn einer der beiden Partner für die Betreuung der gemeinsamen Kinder seine berufliche Tätigkeit eingeschränkt oder sogar ganz aufgegeben hat, kann eine wirtschaftliche Abhängigkeit entstehen. Im Fall einer Trennung steht dann der Partner, der die Kinder hauptsächlich betreut, schnell vor schwierigen Verhältnissen. Im Gegensatz zu Ehepartnern gibt es nämlich keinen automatischen Unterhaltsanspruch. Im Gesetz ist zwar der sogenannte Betreuungsunterhalt für den Partner vorgesehen, der die gemeinsamen Kinder nach der Trennung betreut, aber der deckt nur das Existenzminimum ab. In einem Konkubinatsvertrag kann daher von vornherein ein Trennungsunterhalt vereinbart werden.
Ein Konkubinatsvertrag ist auch dann wichtig, wenn ihr Wohneigentum erwerben wollt. Denn im Gegensatz zu einer Ehe wird das gemeinsam erworbene Vermögen nicht automatisch hälftig geteilt. Welche Regelung soll gelten, wenn nicht beide Partner gleich viel zum Erwerb des Wohneigentums beitragen konnten? In den Vertrag könnt ihr eintragen, wie das gemeinsame Vermögen nach einer Trennung aufgeteilt werden soll und wer nach einer Trennung in der gemeinsamen Wohnung bleiben darf.
Da ein Konkubinatsvertrag kein verpflichtender Vertrag ist, gibt es auch keine vorgegebene Form. Im Internet findet ihr aber zahlreiche Vorlagen für einen rechtsgültigen Konkubinatsvertrag für unverheiratete Paare. Eine solche Vorlage kann sehr dabei helfen, einen Vertrag aufzusetzen. Es ist dennoch ratsam, den Vertrag von einem Notar durchsehen zu lassen. Das hat seinen Preis, gibt euch aber die Sicherheit, dass der Vertrag dann tatsächlich rechtsgültig ist.
Mit einer Todesfall-Risiko-Regelung könnt ihr eurem Partner eine Absicherung geben für den Fall, dass er euch überlebt. In einer Ehe wird das seit der Heirat angesparte Guthaben der 2. Säule hälftig geteilt, bei einem Konkubinat behält dagegen jeder Partner sein angespartes Vermögen für sich. Dadurch kann im Alter eine Vorsorgelücke für den wirtschaftlich schwächeren Partner entstehen. Eine solche Regelung kann auch im Testament festgeschrieben werden. Um im Todesfall ein Wohnrecht für den verbliebenen Partner im gemeinsamen Wohneigentum zu vereinbaren, muss entweder jeder der beiden Partner ein entsprechendes Testament machen oder es muss gemeinsam ein Erbvertrag abgeschlossen werden.
Durch das Arbeitsgesetz sind Arbeitnehmer und Angestellte in der Schweiz geschützt, wenn es um eine gesundheitliche Beeinträchtigung oder verschiedene Arbeitsanforderungen geht. Daher legt das Arbeitsgesetz alle entscheidenden Grundbedingungen fest, die für die Arbeits- und Ruhezeiten gültig sind. Es ist auf alle Unternehmen in der Schweiz anwendbar, wobei es einige Ausnahmen gibt, so etwa für Staatsangestellte, Familienbetriebe und Künstler.
Lärmbelästigung zählt zu den häufigsten Streitpunkten unter Nachbarn. Gerade in Mehrfamilienhäusern sind die Räume oft hellhörig, sodass der Lärmpegel der anderen Wohnung auf die eigene übergeht. Gerade dann, wenn Nachbarn unterschiedliche Interessen haben und die einen beispielsweise viele Partys feiern, während die anderen lieber ihre Ruhe haben, kommt es schnell zu Konflikten. Im Allgemeinen wird Lärmbelästigung dann schnell der Polizei gemeldet, die den Lärmpegelverursacher darauf hinweist und zur Unterlassung auffordert. Eine dauerhafte Lösung ist dies jedoch nicht. Was du bei Lärmbelästigung tun kannst, welche Ruhezeiten gesetzlich vorgeschrieben sind und welche Rechte du hast, erfährst du hier.
Die Vaterschaftsanerkennung ist besonders für unverheiratete Paare ein Thema. Das Gesetzbuch der Schweiz beinhaltet bestimmte Voraussetzungen, wobei der biologische Vater nicht immer auch der rechtliche Vater ist. Ist die Mutter darüber hinaus zum Zeitpunkt der Geburt verheiratet, gilt der Ehemann als Vater, auch wenn jemand anderes angibt, der leibliche Vater zu sein. Hier muss die Vaterschaft vor einem Gericht angefochten werden.
Der Umzug in ein neues Zuhause ist ein besonderes Lebensereignis und weckt eine Fülle von Emotionen. Umso wichtiger ist es, dass die grosse Veränderung auf einer soliden rechtlichen Basis stattfinden kann. Ein Mietvertrag zwischen Mieter und Vermieter regelt alle zentralen Fragen rund um die Wohnung und gilt heute als unverzichtbar. In den meisten Fällen besprechen beide Parteien einen solchen schriftlichen Vertrag vor dem Einzug und können sich dabei auf einzelne Sonderregelungen wie zum Beispiel eine gemeinsame Gartennutzung einigen. Auch eine Untervermietung sollte immer durch einen Vertrag abgesichert werden.
Eltern möchten ihrem Kind die besten Voraussetzungen schaffen, ohne dass die Abwesenheit von der Arbeit Einbussen bringt. Alle Frauen in der Schweiz, die bei der Geburt ihres Kindes berufstätig sind, haben hierzu Anspruch auf Mutterschaftsurlaub und eine Entschädigung für den Verdienstausfall. Die Bestimmungen unterliegen dem Mutterschutz, sodass für Männer andere Regeln gelten – sie erhalten Vaterschaftsurlaub.
Die Hochzeit ist das romantischste Ereignis im Leben. Dennoch solltest du dir vor einer Heirat Gedanken darüber machen, wie die Vermögenswerte im Falle einer Scheidung aufgeteilt werden. Die Errungenschaftsbeteiligung ist der Standard beim Güterstand. Er hat allerdings den Nachteil, dass du bei einer Scheidung dein Vermögen mit deinem Ehepartner teilen musst. Hast du viel Vermögen, ist eine Gütertrennung sinnvoll, denn dann bleibt dein Vermögen auch nach einer Trennung komplett bei dir. Die Gütergemeinschaft ist ein weiterer Güterstand, für den sich viele Eheleute entscheiden. Alles Wissenswerte dazu findest du im folgenden Artikel.