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Als Rechtsbegriff bedeutet Verschulden per Definition ein vorsätzliches oder fahrlässiges Verhalten, das eine Widerrechtlichkeit gegen andere darstellt. Es beschreibt die subjektive Vorwerfbarkeit der Verwirklichung eines Tatbestands, für die der Verursacher haften muss.
Die verschuldungsabhängige Haftung wird Verschuldungshaftung genannt, die neben verschuldungsunabhängigen Haftungsbeständen gerade im Bereich der Versicherungen eine wichtige Rolle spielt. Eine Verschuldungshaftung ist nur dann möglich, wenn du als Haftender verschuldungsfähig bist. Dabei gibt es für die Haftung und das Schuldverhältnis eine mildere und strengere Haftung. Neben fahrlässigem Verhalten können entsprechend auch Schäden entstehen, für die du aufkommen musst, an denen du nicht persönlich oder nur indirekt die Schuld trägst.
Nach dem Gesetz haftest du für alle Schäden, die du jemand anderem zufügt. In der Regel schliesst du daher eine Versicherung ab, die für die verursachten Schäden aufkommt, so für Fahrzeuge oder Hausrat. Der Vertrag enthält dabei bestimmte Klauseln, die bestimmen, ob bei schuldhaft zugefügten Schäden Leistungen erstattet werden, etwa bei grober Fahrlässigkeit.
Es gibt verschiedene Haftungsarten, wie die Verschuldungshaftung und die Gefährdungshaftung. Wenn du einen Unfall hast und einen Sachschaden an einem anderen Fahrzeug verursachst, kommt die Versicherung dafür auf, da du zur Genugtuung in Form einer Schadenersatzzahlung verpflichtet bist und die Versicherung die Erstattung übernimmt. Dabei handelt es sich im Grundsatz um ein direktes Verschulden, das gleichzeitig die Voraussetzung für Haftungsansprüche Dritter ist, es sei denn, es liegt eine Verjährung vor.
Wenn du dein Fahrzeug an einem Berg mit angezogener Handbremse parkst und diese löst sich, sodass das Auto den Berg hinunter und gegen ein anderes rollt, verursachst du Schäden ohne persönliches Verschulden. Daraus resultiert die Gefährdungshaftung, die in der Versicherung einkalkuliert ist. Du haftest entsprechend auch, wenn du keine direkte Schuld hast.
Die Verschuldenshaftung umfasst ein schuldhaftes und objektiv rechtswidriges Verhalten. Sie ist entsprechend durch Vorsatz oder durch Fahrlässigkeit möglich. Handelst du mit Vorsatz, bedeutet das, dass du bewusst den Tatbestand herbeiführst und eine willentliche Pflichtverletzung begehst. Handelst du fahrlässig, lässt du es an der erforderlichen Sorgfaltspflicht fehlen. Die Fahrlässigkeit gibt es in zwei Formen, als einfache und grobe Fahrlässigkeit.
Du bist zu Schadenersatz verpflichtet, wenn du den Schaden schuldhaft verursacht hast. Trotzdem ist es notwendig, dass das schuldhafte Verhalten nachgewiesen werden muss. Selbst wenn der Schaden ohne Absicht entstanden ist, bist du haftbar, wenn du dich mit Vorsatz oder aus Fahrlässigkeit nicht an die Regeln gehalten hast.
Dafür gibt es die Haftpflichtversicherung, die bei solchen Schäden für die Haftpflichtansprüche des Geschädigten aufkommt. Die Höhe der Deckungssumme ist an die im Vertrag vereinbarten Klauseln gebunden. Die meisten Versicherungen zahlen nicht nur bei einfacher, sondern auch bei grober Fahrlässigkeit, wobei das jedoch mit einem Aufpreis bei den Tarifen verbunden ist. Bei der Haltung eines Fahrzeugs ist eine Haftpflichtversicherung zwingend notwendig. Du als Fahrzeughalter und die Versicherung haften als Gesamtschuldner.
Neben dem Vorsatz und absichtlichem Handeln gibt es die Fahrlässigkeit, die bei der Verschuldungshaftung meistens der Fall ist. Fahrlässigkeit bedeutet, dass du die objektiv erforderliche Sorgfalt nicht aufgebracht hast: Du hast gehandelt, obwohl du wusstest, dass ein sorgloses Verhalten Folgen hat, die du hättest vermeiden können. Im Versicherungsrecht bedeutet Fahrlässigkeit, dass ein Schaden entstanden ist, der zwar nicht beabsichtigt war, jedoch durch dein Verhalten begünstigt wurde.
Im Unterschied zur Fahrlässigkeit wird grob fahrlässiges Verhalten nicht von jeder Versicherung abgedeckt und gesondert aufgeführt. Liegt diese vor, kann die Versicherung die Leistungshöhe kürzen, wobei die Beweislast laut Vertragsrecht beim Versicherer liegt. Ein grob fahrlässiges Verhalten bedeutet, dass eine bewusste Verletzung der Sorgfaltspflicht vorliegt, beispielsweise wenn du eine rote Ampel überfährst und einen Unfall baust.
Der Kausalzusammenhang ist in der Regel im Vertrag der Versicherung als Kleingedrucktes aufgeführt. Er bezieht sich auf Situationen, in denen du als Schädiger in einen Unfall verwickelt bist. Die Kausalität ist immer gegeben, wenn du einen Schaden verursachst und ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen deinem Handeln und dem Schaden vorliegt.
Innerhalb der Verschuldungshaftung gilt, dass du als Unfallverursacher nicht immer vollständig für den Schadenersatz aufkommen musst. Bei der Beteiligung von zwei Fahrzeugen ist von einer Betriebsgefahr des eigenen Fahrzeugs die Rede, die bereits mit der Nutzung selbst zusammenhängt. Daher bekommt ein Geschädigter vom Schädiger häufig nur einen Teil des Schadens ersetzt, etwa eine Quote von 20 Prozent, das alle Fahrer eine Mitschuld tragen. Das gilt nicht für vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten.
Wer auf der Suche nach einer schicken Mietwohnung ist, einen neuen Arbeitsplatz sucht oder einen Kredit bei einer Bank aufnehmen will, sollte unbedingt solvent sein und eine solide Kreditwürdigkeit haben. Doch was ist das eigentlich? Wie beweist man, dass man finanziell in geordneten Verhältnissen lebt, keine übermässig hohen Schulden hat und alle Zahlungsverpflichtungen in der Vergangenheit zuverlässig erfüllt hat? Der Betreibungsregisterauszug ist in diesem Fall unverzichtbar. Er dient dir in nahezu jeder Situation als Dokument, wenn du deine finanzielle Zuverlässigkeit nachweisen sollst. Was also musst du zu diesem Auszug wissen?
Die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft ist das Regularium für die politische Verfassung der Schweiz. Sie stellt eine Bundesverfassung dar, ist oberstes Recht, gibt aber gleichzeitig umfassende Kompetenzen an die Kantone und Gemeinden ab. Gleichzeitig definiert sie die Schweiz als Bundesstaat mit einer halbdirekten Demokratie – also mit Elementen einer repräsentativen und einer direkten Demokratie. Diese politische Form ist besonders. Was du über die schweizerische Bundesverfassung wissen solltest und was du unter anderem für Rechte hast, erfährst du hier. Die Bundesverfassung der Schweiz ist etwas, worauf man im Ausland oftmals mit ein wenig Neid blickt.
Die freie Wahl des Arbeitsplatzes hat in der Schweiz den Rang eines garantierten Grundrechts. Damit die gleichen Rechte und Pflichten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gelten, wird in der Regel ein Arbeitsvertrag abgeschlossen, der zwar nicht die Voraussetzung für das Arbeitsverhältnis ist, jedoch bei rechtlichen Fragen beide Seiten absichert. Das Arbeitsverhältnis kann dabei befristet oder unbefristet sein. Nicht immer ist ein schriftlicher Arbeitsvertrag vorgeschrieben. Wann welche Regelung gilt, erfährst du hier.
Der Bussenkatalog der Schweiz wird periodisch angepasst, wobei die Strafen seit dem Jahr 2013 kontinuierlich verschärft wurden. Das Ziel der Massnahme: Weniger Schwerverletzte und Tote auf den Schweizer Strassen. Egal ob zulässige Höchstgeschwindigkeiten oder Alkohol am Steuer: Du solltest dich unbedingt an die Strassenverkehrsvorschriften halten, um Bussgelder zu vermeiden. Nicht nur wegen der unnötigen Kosten, sondern auch deiner eigenen Sicherheit zuliebe, hältst du dich besser an die Regeln. Diese gelten selbstverständlich nicht nur für PKW-Fahrer, sondern auch für Motorräder und Lastwagen. Wie hoch die Bussen für die einzelnen Vergehen sind, kannst du in der Ordnungsbussenverordnung nachlesen – oder hier.
Sollen bestimmte Erben nach einem Todesfall nichts vom Nachlass erhalten, kann der Erblasser sie unter Umständen enterben. Das ist aber gar nicht so einfach. Nur wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, können unliebsame Erben vom Erbe ausgeschlossen werden. Wann Enterben in der Schweiz möglich ist und wann der Pflichtteilschutz greift, was bei einer Enterbung beachtet werden muss, wer überhaupt enterbt werden kann und weitere Informationen rund um das Thema Erbschaft und Enterben findest du in diesem Artikel.
Das Güterrecht regelt, welche Güter welchem Ehepartner gehören. Es ist massgebend für eine Aufteilung des Vermögens bei der Beendigung einer Ehe, sei dies durch den Tod eines Ehepartners oder bei einer Scheidung. Oft ist bei der Heirat das Vermögen und das Einkommen ein Tabuthema. Das künftige Ehepaar vermeidet das Thema etwa aus Angst, dass eine Diskussion darüber als Misstrauensvotum gewertet wird. Dabei sollten sich die Betroffenen bewusst sein, dass sehr viele Ehen heutzutage wieder auseinander gehen. Wir sagen dir, was die einzelnen Güterstände bedeuten und welche Auswirkungen sie haben.