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Es gibt Lohnerhöhungen, die in den allgemein gültigen Kollektivverträgen ausgehandelt sind und individuelle Vereinbarungen für die regelmässige Anhebung des Gehalts. Während der Kollektivvertrag zwischen den Vertretern der Arbeitgeberseite und der Arbeitnehmerseite verhandelt wird, musst du dich für entsprechende Regelungen in deinem einzelnen Arbeitsvertrag selbst einsetzen. Bei individuell festgelegten Lohnerhöhungen ist der Spielraum deines Arbeitgebers etwas grösser und auch du selbst hast bessere Chancen, deine Vorstellungen durchzusetzen. Für eine individuelle Lohnerhöhung musst du deinem Arbeitgeber vermutlich gute Gründe liefern und ihn davon überzeugen, dass du mehr Geld verdienst.
In den meisten Branchen werden Lohnerhöhungen zwischen zwei Parteien vereinbart. Die Gewerkschaften sind die Vertreter der Arbeitnehmer. In fast allen grossen Branchen gibt es Gewerkschaften. Sie verhandeln die Arbeitsbedingungen einschliesslich der Löhne für die Arbeitnehmer und haben dadurch eine starke Position. In welcher Höhe Lohnerhöhungen gewährt werden, wer sie erhält und welche Voraussetzungen zu erfüllen sind, ist in den Kollektivverträgen geregelt. Gilt der Kollektivvertrag für die gesamte Branche, kann sich ein einzelnes Unternehmen nicht ausnehmen. Selbst wenn es die Geschäftslage aktuell nicht erlaubt, ist eine Erhöhung der Löhne zu zahlen, wenn es im Vertrag so festgeschrieben ist. Neben den kollektiv geltenden Verträgen gibt es individuelle Vereinbarungen zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer. Mit solchen Vereinbarungen haben die Arbeitnehmervertreter nichts zu tun.
Eine pauschale Angabe zur Grössenordnung von Lohnerhöhungen gibt es nicht. Sinn einer Lohnerhöhung ist allerdings auch, die allgemeine Teuerung auszugleichen, von der jeder Verbraucher betroffen ist. Deshalb sollte eine Lohnerhöhung aus dem Kollektivvertrag so hoch angesetzt werden, dass die aktuelle Teuerungsrate in Prozent mindestens ausgeglichen wird. Nur in diesem Fall hat der Arbeitnehmer durch die Lohnerhöhung tatsächlich mehr Geld im Portemonnaie. Andererseits muss eine Anhebung der Löhne und Gehälter in Prozent so moderat sein, dass sie für alle Unternehmen aus der Branche langfristig sicher zu zahlen ist. Ein Schweizerischer Arbeitgeberverband sollte darauf achten, dass sich die Lohnerhöhung für seine Branche in einem überschaubaren Rahmen hält.
Sind Lohnerhöhungen in einer gewissen Höhe in Prozent im Tarifvertrag dokumentiert, gelten sie für alle Gruppen, die dort genannt sind. In der Regel gibt es keine Unterschiede zwischen Frauen und Männern, weil dies gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz sprechen würde. Allenfalls sachlich sehr gerechtfertigte Gründe könnten aufgeführt werden, damit Männer und Frauen bei gleicher Leistung und Qualifikation unterschiedliche Lohnerhöhungen erhalten. Trotzdem sind solche Fälle in der Praxis möglich, sofern sie gut begründet sind. Eine Lohnerhöhung kann selbstverständlich auch für Lehrpersonen vereinbart werden. Gerade diese Personengruppe verdient zu Beginn der beruflichen Tätigkeit noch recht wenig und sollte deshalb mit überproportional hohen Lohnerhöhungen bedacht werden. Ob du als Lehrperson eine Lohnerhöhung bekommst, liest du im Tarifvertrag für deine Branche oder für dein Unternehmen nach.
Auch für Angestellte des Staates werden in regelmässigen Abständen höhere Löhne gezahlt. Sofern eine Lohnerhöhung für Staatspersonal an eine Bewertung der Arbeitsleistung gekoppelt ist, muss diese Leistung in der Regel erbracht sein, damit eine Anhebung der Bezüge möglich ist. Auch für Frauen als Staatspersonal gelten entsprechende Regeln, so dass sie von höheren Löhnen nicht ausgenommen sind.
Falls für deinen Betrieb kein Kollektivvertrag besteht, in dem eine Lohnerhöhung vereinbart wurde, kannst du individuelle Abmachungen mit deinem Arbeitgeber treffen. In diesem Fall sind höhere Löhne meist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Diese können zum Beispiel
sein. In der Regel ist eine Gehaltsentwicklung eine Folge von hoher Leistungsbereitschaft und guter Arbeit, durch die du dich positiv von deinen Kollegen abhebst.
Selbstverständlich bist du enttäuscht, wenn dein Arbeitgeber dir in einem Jahr keine Lohnerhöhung gewährt. In diesem Fall solltest du die Gründe in Erfahrung bringen. Vielleicht war die Geschäftslage in den vergangenen Monaten schwächer als erwartet, vielleicht besteht sogar ein Lohnrückstand. Dann ist es besser, vorerst auf eine Anhebung des Lohns zu verzichten, bis sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens wieder stabilisiert hat.
Im Gegensatz zur normalen Kündigung, die entweder vom Arbeitnehmer oder vom Arbeitgeber ausgeht, erfolgt ein Aufhebungsvertrag in beiderseitigem Einverständnis. Diese Beendigung des Arbeitsverhältnisses kann zum sofortigen Zeitpunkt oder auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Im Gegensatz zur normalen Kündigung, bei welcher diverse Fristen und gesetzliche Vorschriften eingehalten werden müssen, ist ein solcher Auflösungsvertrag recht flexibel gestaltbar. Hier liegt einer der wesentlichen Vorteile des Aufhebungsvertrages. Möchtest du also schnellstmöglich eine neue Arbeitsstelle antreten, ohne das Beschäftigungsjahr zu beenden, solltest du mit deinem Arbeitgeber über einen Auflösungsvertrag nachdenken.
Wenn auch die letzte Zahlungsaufforderung oder Mahnung nicht den erwünschten Erfolg hat, dann bleibt den Gläubigern häufig nur der Weg zum Betreibungsamt. Das sogenannte Betreibungsverfahren soll ihnen dabei helfen, an ihr Geld zu kommen. Dabei gibt es eine Reihe wichtiger Fragen zu beantworten, bevor du einen Antrag beim Betreibungsamt eingeben kannst, allein schon: Wie läutest du als Gläubiger das Verfahren über das Betreibungsamt am besten ein? Wir zeigen dir die schnellsten Wege auf, damit dein Konto ohne viel Verwaltungsaufwand den fehlenden Betrag zügig verbucht.
Die unerwartete Kündigung des Arbeitgebers, der Streit mit dem Nachbarn über ein aufgestelltes Gartenhaus oder die plötzliche Trennung vom Ehegatten, im alltäglichen Leben gibt es eine Vielzahl an möglichen Situationen, in denen du einen professionellen rechtlichen Rat gut gebrauchen kannst. Vor allem dann, wenn du die rechtliche Grundlage nicht kennst, lohnt es sich, eine Rechtsberatung in Anspruch zu nehmen. Ein Anwalt bietet dir seine fachlich-kompetente Hilfe an und steht dir als Ratgeber zur Seite. In der Schweiz gibt es alternativ zudem das Angebot einer unentgeltlichen Rechtsauskunft. Alle wichtigen Informationen, die du über die Rechtsberatung wissen solltest, kannst du hier nachlesen.
Zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist es häufig ein heikles Thema: Geht es um das Konkurrenzverbot, können auf beiden Seiten viele Fragen aufkommen, die nicht selten zu Streit führen, weil Uneinigkeit herrscht. Damit dir das nicht passiert, gilt es, auf einige Punkte im Arbeitsvertrag zu achten. Hier kannst du herausfinden, wie das Konkurrenzverbot definiert wird, wann es sinnvoll und vor allem gültig ist.
Lärmbelästigung zählt zu den häufigsten Streitpunkten unter Nachbarn. Gerade in Mehrfamilienhäusern sind die Räume oft hellhörig, sodass der Lärmpegel der anderen Wohnung auf die eigene übergeht. Gerade dann, wenn Nachbarn unterschiedliche Interessen haben und die einen beispielsweise viele Partys feiern, während die anderen lieber ihre Ruhe haben, kommt es schnell zu Konflikten. Im Allgemeinen wird Lärmbelästigung dann schnell der Polizei gemeldet, die den Lärmpegelverursacher darauf hinweist und zur Unterlassung auffordert. Eine dauerhafte Lösung ist dies jedoch nicht. Was du bei Lärmbelästigung tun kannst, welche Ruhezeiten gesetzlich vorgeschrieben sind und welche Rechte du hast, erfährst du hier.
Neben Festgehältern zahlen Unternehmen und Geschäftsführer an ihre Mitarbeiter häufig auch Tantiemen aus, die unabhängig von der Arbeitsleistung sind und sich eher auf den Umsatz und Gewinn eines Unternehmens beziehen. Daher unterscheidet sich die Tantieme noch einmal von einer Provision, die leistungsbezogen ist oder nach erfolgreichem Geschäftsabschluss erfolgt. Mehr zum Thema Tantiemen gibt es hier.