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Tantiemen werden in vielen Arbeitsverhältnissen als Vergütungsbestandteil zwischen Geschäftsführern und Vorstand oder zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart. Darunter wird ein zu zahlender Betrag verstanden, der in der Höhe variiert und von einem Unternehmen für Mitarbeiter als gesondertes Honorar zusätzlich zum eigentlichen Festgehalt geleistet wird. Das bedeutet, dass die Tantieme nicht an die Arbeitsleistung gekoppelt ist, sondern sich auf Gesamtergebnis und Gewinn des Unternehmens bezieht.
Tantiemen werden ebenfalls in bestimmten beruflichen Bereichen ausgezahlt, in denen sie eine etwas andere Bedeutung haben, die im Arbeitsrecht ebenfalls festgelegt sind. Besonders in künstlerischen Berufen sind Tantiemen gängig, so bei Buchautoren, deren Bezahlung von der Auflage und dem Verkauf ihres Buches abhängig ist, oder bei Designern und Musikproduzenten.
Arbeitnehmer und Mitarbeiter eines Unternehmens haben dann Anspruch auf Tantiemen, wenn diese im Arbeitsvertrag vereinbart und in ihrer Höhe festgelegt sind. Nur dann sind sie auch steuerlich relevant. Tantiemen werden bei vielen Unternehmen am Ende des Geschäftsjahrs ermittelt, da erst zu diesem Zeitpunkt der tatsächliche Gewinn festgestellt werden kann. Damit wirken sie sich auch auf die Höhe der Körperschafts- und Gewerbesteuern aus. Du hast Anrecht auf Tantiemen einen Monat nach Jahresschlusserstellung.
In steuerlicher Hinsicht sind Tantiemen Einkünfte aus einer nichtselbstständigen Tätigkeit. Daraus folgt, dass ein Unternehmen die darauf anfallende Lohnsteuer an das Finanzamt abführen muss. Wenn jedoch keine vertragliche Vereinbarung besteht und du dennoch Tantiemen erhältst, sind diese nicht steuerlich anerkannt und bewirken eine verdeckte Gewinnausschüttung. Vereinfacht dargestellt, umfasst diese alle Vorteile, die ein Unternehmen zulasten des Gewinns seiner Gesellschafter zuwendet. Da sich die Gewinnauswirkung nicht auf dem eigentlichen Gewinnverteilungsbeschluss bezieht, wird sie als „verdeckt“ bezeichnet. Das ist der Fall, wenn ein Vorstandsmitglied ein sehr hohes Gehalt bezieht oder wenn an Gesellschafter eine Extravergütung in Form von Tantiemen ausgezahlt wird.
Eine Provision erhältst du als prozentualen Wert, wenn du ein bestimmtes Soll deiner Arbeit erfüllst oder für andere die Vermittlung übernimmst. Sie errechnet sich zusätzlich zu deiner Vergütung für die geleisteten Dienste und wird von vorneherein durch den Arbeitgeber als Arbeitsentgelt festgelegt. Provisionen sind in bestimmten Arbeitsverhältnissen typisch, darunter für die Vermittlung von Immobilien, wobei der Vermittler als Makler bei einem erfolgreichen Geschäftsabschluss eine Provision erhält. Die Provision gibt es als:
Tantiemen beziehen sich auf den Gesamtumsatz eines Unternehmens oder sind ein Anteil an der Gewinnbeteiligung und unterscheiden sich von einer einfachen Provision. Anspruch auf eine solche Zahlung besteht, wenn diese explizit im Arbeitsvertrag definiert wurde. Meistens kommen nur Mitarbeiter in den Genuss von Tantiemen, die im Vorstand sitzen oder eine höhere Position in der Geschäftsführung einnehmen. Tantiemen beziehen daher:
In der Regel entfallen Tantiemen laut Arbeitsrecht in der Lohnabrechnung nicht automatisch, wenn eine fristlose Kündigung vorliegt. Du hast entsprechend Anspruch auf deren Auszahlung und kannst diesen Anspruch vor Gericht durchsetzen, wenn die Geschäftsführung sich weigert, die Leistung zu erstatten. Das ist auch dann der Fall, wenn die Kündigung gerechtfertigt ist, wodurch Arbeitnehmer ab dem ersten Tag der Kündigung ihre Vergütungsansprüche verlieren.
Arbeitgeber können in diesem Fall jedoch nicht die Prämie einstreichen, die für bereits geleistete Arbeit zugesagt wurde. Da Tantiemen am Jahresabschluss berechnet werden, kommt es bei einer Kündigung oftmals zu Streitigkeiten. Ein Tantiemenanspruch wird vor Gericht durch das Arbeitsrecht gegebenenfalls per Urteil zugesprochen.
Der Bonus als Vergütung unterscheidet sich noch einmal gegenüber Provisionen und Tantiemen. Er erfolgt als Beitrag zusätzlich zu deinem Gehalt und wird durch den Geschäftsführer als Belohnung für gute Dienste geleistet. Der Bonus wird entsprechend nachträglich zum Gehalt ausgezahlt oder bei Vertragsgeschäften zwischen Verkäufer und Kunden nachträglich dem Kunden gewährt. Hier handelt es sich um einen nachträglich zugesicherten Preisnachlass, beispielsweise wenn ein Mindestabnahmewert der Waren erreicht wurde.
Die maximal zulässige Höhe für Tantiemen für Geschäftsführer ist so festgesetzt, dass sie nicht mehr als fünfzig Prozent des Gewinns beträgt. Diese Grenze führt noch nicht zu einer verdeckten Gewinnausschüttung. Um Nachteile zu vermeiden, sind jedoch Tantiemen üblich, die nicht mehr als zwanzig bis dreissig Prozent der Gehaltsbezüge des Geschäftsführers umfassen. Tantiemen werden im Folgejahr zusätzlich zum Gehalt ausgezahlt. Ihre Höhe berechnet sich über Umsatz und Gewinn aus der Gesamtvergütung und variiert daher in der Regel.
Bei Gesellschaftern, die eine Beteiligung von mehr als fünfzig Prozent haben, werden Tantiemen im Voraus festgelegt. Dabei muss die Gesamtvergütung des Geschäftsführers jedoch mindestens aus einem Fixgehalt von fünfundsiebzig Prozent bestehen. Das bedeutet eine Tantieme von fünfundzwanzig Prozent der Gesamtvergütung. Diese enthält bereits alle Bestandteile wie Festgehalt, Sachbezüge und Pensionszusage. Bei zwei Geschäftsführern darf die Höhe des variablen Gehaltsbestandteils fünfzig Prozent nicht überschreiten.
Im Gegensatz zum Handel mit normalem Grund und Boden sind die Handänderungen des landwirtschaftlich genutzten Bodens diversen Bestimmungen unterworfen. Die Gesetze, die die landwirtschaftlich genutzten Grundstücke betreffen, sind im Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) geregelt. Hier erfährst du, welche Besonderheiten die Gesetzeslage in diesem Bereich mit sich bringt und worauf du im Detail achten solltest.
Eltern möchten ihrem Kind die besten Voraussetzungen schaffen, ohne dass die Abwesenheit von der Arbeit Einbussen bringt. Alle Frauen in der Schweiz, die bei der Geburt ihres Kindes berufstätig sind, haben hierzu Anspruch auf Mutterschaftsurlaub und eine Entschädigung für den Verdienstausfall. Die Bestimmungen unterliegen dem Mutterschutz, sodass für Männer andere Regeln gelten – sie erhalten Vaterschaftsurlaub.
Ist ein Mensch aus bestimmten Gründen nicht mehr fähig, selbstständig zurechtzukommen und seine finanziellen Angelegenheiten zu regeln, kann er entmündigt werden und erhält einen Vormund und Betreuer. Eine Entmündigung geht immer mit einer teilweisen oder vollständigen Geschäftsunfähigkeit einher. Oft bleibt aber möglich, dass der Betroffene seinen Aufenthaltsort selbst bestimmen, heiraten oder sein Testament machen kann.
In der Schweiz ist der Schuldbrief besonders für den Kauf einer Immobilie sinnvoll. Wer über eine Finanzierung dieser Art nachdenkt und auf einen Schlag nicht die Geldmittel zur Verfügung hat, kann den Schuldbrief als vor dem Gesetz gültiges Dokument einsetzen. In der Praxis können nur wenige Menschen den Hauskauf alleine mit dem Eigenkapital bewerkstelligen. Vielmehr wird auf das Fremdkapital einer Bank zurückgegriffen und eine Hypothek aufgenommen. Damit dieses Darlehen jedoch gewährt wird, sichert sich die Bank durch ein Grundpfand ab. Das ist dann häufig der Schuldbrief.
In schwierigen wirtschaftlichen Zeiten kann es durchaus vorkommen, dass Stellen gestrichen werden. Eine Alternative dazu ist die sogenannte Änderungskündigung. Dies bedeutet, dass dein Arbeitsvertrag, den du einmal unterschrieben hast, in einem oder bestimmten Punkten abgeändert wird. In vielen Fällen betrifft dies deinen Lohn. Befindet sich dein Unternehmen in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage, ist dein Chef durchaus berechtigt, deinen Stundenlohn durch diese Art der Kündigung zu kürzen. So soll erreicht werden, dass die Firma wieder rote Zahlen schreibt. Selbstverständlich musst du einer solchen nicht bedingungslos zustimmen. Vielmehr solltest du dir in Ruhe überlegen, ob der Wechsel des Arbeitgebers nicht sinnvoller ist.
Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Vertragstypen. Damit du den Überblick behältst, erklären wir dir an dieser Stelle den Werkvertrag näher. Ein Werkvertrag liegt vor, wenn eine Vertragspartei, zum Beispiel Handwerker oder Unternehmer, sich zur Fertigstellung eines ganz genau definierten Werkes verpflichten. Dies kann das Streichen eines Hauses oder der Einbau von bestimmten Fenstern sein. Im Gegenzug ist die andere Partei verpflichtet, diese erbrachte Leistung zu vergüten. Wenn du das Gefühl hast, dass in deinem Fall das Werkvertragsrecht verletzt wurde, findest du auf unserer Vergleichsseite viele nützliche Informationen und vor allem Hilfe.