Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Bei einer ausserordentlichen Kündigung handelt es sich um die Kündigung eines Vertrages, bei der die üblichen gesetzlichen Regelungen nicht eingehalten werden müssen. Die ausserordentliche Kündigung wird auch fristlose Kündigung genannt und ist nur in besonderen Ausnahmesituationen zulässig. Es müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit die ausserordentliche Kündigung rechtskräftig ist.
Eine ausserordentliche Kündigung definiert sich dadurch, dass Fristen nicht eingehalten werden müssen. Je nach individueller Situation ist es jedoch empfehlenswert, ein bestimmtes Datum zu wählen und nicht zum sofortigen Zeitpunkt die Wohnung zu kündigen. Es gibt aber keine gesetzliche Frist, die bei einer ausserordentlichen Kündigung einzuhalten ist. Anders sieht es bei der ordentlichen Kündigung aus. Hier müssen sowohl bei Mietwohnungen als auch im Arbeitsrecht bestimmte Fristen eingehalten werden, die gesetzlich vorgeschrieben oder im Bereich Arbeitsrechts vertraglich festgehalten sind. Auch bei einer Mietwohnung werden manchmal Zeitverträge abgeschlossen, sodass sich die Kündigungsfrist verlängert. Das Recht zur ausserordentlichen Kündigung verfällt durch diese zusätzlichen Regelungen jedoch nicht.
Wenn der Mieter seine Wohnung fristlos kündigt, dann wirkt die Kündigung in der Regel ab sofort. In diesem Fall muss der Mieter die Mietsache sofort zurückgeben und die Wohnung vollständig räumen. In der Regel ist dies jedoch nicht der Fall. Die meisten Mieter haben die Wohnung noch nicht vollständig geräumt und eine neue Unterkunft gefunden, wenn sie ihre Wohnung fristlos kündigen. Aus diesem Grund sollte bei der ausserordentlichen Kündigung eine angemessene Auslauffrist angegeben werden. Das bedeutet, dass ein passendes Datum zur Beendigung der Mieterschaft angegeben wird. So willigt der Mieter freiwillig über die kurzfristige Fortsetzung des Mietvertrages ein, damit er genug Zeit für den Auszug hat. Solltest du also eine ausserordentliche Kündigung vornehmen wollen, dann überlege dir vorher, wann du die Rückgabe der Wohnung gewährleisten kannst.
Eine ausserordentliche Kündigung kann sowohl seitens des Vermieters als auch des Mieters erfolgen. Begründet wird sie in der Regel durch schwerwiegende Probleme, welche den vertraglichen Vereinbarungen widersprechen oder nicht zumutbar sind. Ein Mieter kann beispielsweise folgende Gründe für eine ausserordentliche Kündigung haben:
Auch der Vermieter hat in einigen Fällen das Recht, dem Mieter eine ausserordentliche Kündigung zu erteilen. Als Gründe kommen hier in Betracht:
Nein. Bei der ausserordentlichen Kündigung ist es wichtig, dass für die Kündigung wichtige Gründe vorliegen. Diese müssen nachweisbar sein und deutlich machen, dass das Mietverhältnis nicht wie im Vertrag vereinbart möglich ist. Der Vermieter ist also alleine dafür verantwortlich, einen Nachmieter für die Wohnung zu finden. Auch bei der ordentlichen Kündigung ist der Mieter nicht für den Nachmieter der Wohnung zuständig. Zwar kann dieser bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger für das Mietverhältnis mithelfen und den Vermieter bitten, den Vertrag aufgrund eines gefundenen Nachmieters früher aufzuheben. Es gelten hierbei jedoch keine gesetzlichen Verpflichtungen.
Nein. Probleme in der Familie oder die Entlassung eines Haushaltsmitgliedes sind kein Grund für eine fristlose Kündigung. Wenn beide Partner den Mietvertrag für eine Wohnung unterzeichnet haben, so sind auch beide verantwortlich. In diesem Fall kann die Mietsache dem anderen Partner überschrieben werden. Kündigungsmöglichkeiten aus privaten Gründen sind in der Regel nicht zulässig. Stattdessen müssen sich die Gründe auf die im Vertrag festgelegte Nutzung und damit einhergehende Einschränkungen beziehen.
Wenn du als Arbeitnehmer im persönlichen Gespräch mit deinem Arbeitgeber keine Lösungsansätze mehr siehst oder du eine Kündigung erhalten hast, gibt es professionelle Hilfe für dich. Eine der wichtigsten Stellen, an die du dich wenden kannst, ist das Arbeitsgericht. Du kannst selbst eine Klageeinreichung in Erwägung ziehen. Sinnvoller und einfacher für dich ist aber die Beauftragung eines kompetenten Anwalts. Eine Klage ist im Arbeitsrecht nichts Ungewöhnliches und du solltest alle rechtlichen Mittel, die dir zur Verfügung stehen, durch einen erfahrenen Rechtsanwalt ausschöpfen lassen.
Immer wieder hörst du in den Medien, dass eine Person eine andere verletzt oder gar getötet hat. Nicht selten verwenden Reporter und Journalisten bezüglich des Täters Formulierungen wie „begrenzt urteilsfähig“. Vor allem bei Straftaten, die sich auf Leib und Leben von Personen beziehen, verläuft die Diskussion aufgrund dieser oder ähnlicher Begriffes oft kontrovers. Dabei wissen die wenigsten Menschen, wann und warum eine Person als urteilsfähig oder nicht urteilsfähig eingestuft wird. Unser FAQ rund um das Thema Urteilsfähigkeit erlaubt es dir, dir ein begründetes Urteil zu bilden.
Die Echtheit eines Dokuments lässt sich durch eine notarielle Beglaubigung nachweisen, wobei der Notar die im Schriftstück enthaltene Unterschrift als echt bestätigt. Heute ist es immer häufiger notwendig, nachzuweisen, dass ein Dokument das Original und keine Kopie ist. Aber auch Kopien können durch den Notar beglaubigt werden. Juristen sprechen dabei von einer Abschrift, wenn es um eine identische Vervielfältigung des Originals geht.
Im Gegensatz zum Handel mit normalem Grund und Boden sind die Handänderungen des landwirtschaftlich genutzten Bodens diversen Bestimmungen unterworfen. Die Gesetze, die die landwirtschaftlich genutzten Grundstücke betreffen, sind im Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) geregelt. Hier erfährst du, welche Besonderheiten die Gesetzeslage in diesem Bereich mit sich bringt und worauf du im Detail achten solltest.
Über viele Jahre waren die Regelungen zur Entschädigung von Flugpassagieren im Falle von Verspätungen oder Flugausfällen mehr oder weniger ein Flickenteppich. Je nach Herkunftsland der Fluggesellschaft und der Flugstrecke konnte die Ausgleichszahlung für Passagiere höchst unterschiedlich ausfallen, wenn es zu Fehlern oder einem Ausfall der Beförderung kam. Das hat sich im Jahr 2004 grundlegend verändert, als die Verordnung 261/2004 des Europäischen Parlaments verabschiedet wurde. Diese Verordnung gilt seitdem in allen Ländern der Europäischen Union, ebenso wie in der Schweiz und in anderen Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums. Jeder Fluggast hat das Recht darauf, sie in Anspruch zu nehmen.
Bevor du dich für den Kauf eines Grundstückes oder eine Immobilie entscheidest, solltest du zunächst einen Blick in das Grundbuch werfen. Dadurch informierst du dich über die Eigentumsverhältnisse des Grundstückes und vermeidest schwerwiegende Fehler: Liegt eine Grundlast auf dem Grundstück? Darfst du Leitungen, wenn nötig, über Nachbargrundstücke führen? Darfst du Wohneinheiten vermieten? Dies alles ist im Grundbuch geregelt. Wissenswertes dazu findest du hier.