Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Die Verschleierung eines Erlöses in Kenntnis dessen, dass dieser aus kriminellen Handlungen stammt, wird als Geldwäscherei bezeichnet. Teilnahme und Unterstützung des Prozesses der Geldwäscherei, mit dem Ziel, den Erlös legitim erscheinen zu lassen, sind gleichermassen illegal. Auf die Straftat stehen teils hohe Freiheitsstrafen
Geldwäscherei ist also der illegale Prozess, bei dem die Herkunft von selbst illegal gewonnenem Geld verheimlicht wird. Dies geschieht meist durch eine komplexe Abfolge von Banküberweisungen oder Handelstransaktionen. Am Ende einer solchen Prozedur geht das „gewaschene Geld“ auf eine indirekte Weise wieder an die sogenannten „Geldwäscher“.
Die Geldwäscherei hat sich in der Praxis als eine bewährte Methode herausgestellt, wenn es darum geht, aus Straftaten Gewinn zu ziehen. Sowohl einfache Kriminelle als auch legitime Unternehmen sowie Briefkastenfirmen nutzen die Methode. Das „schmutzige Geld“ aus kriminellen und illegalen Aktivitäten wird bei diesem Prozess verarbeitet und in „sauberes Geld“ umgewandelt. Einmal gewaschen, kann das Geld nicht mehr einfach zu der Person zurückverfolgt werden, die die Transaktion veranlasst hat. Auch die kriminelle Herkunft der Gelder lässt sich in der Praxis nur schwer bestimmen. Somit kann der Kriminelle mit seinem Geld machen, was er will.
Der Erlös aus Straftaten wie Erpressung, Drogenhandel, Korruption oder Steuerdelikten ist nicht ohne weiteres verwendbar. Gerade ein grosser Gewinn erregt Aufmerksamkeit und muss zumindest den Anschein erwecken, aus legalen Aktivitäten zu stammen, damit Banken und andere Finanzinstitute, die sich damit befassen, keinen Verdacht schöpfen. Die zur Geldwäscherei angewendeten Methoden unterscheiden sich dabei in ihrer Komplexität und Raffinesse. Die Herausforderung einer jeden kriminellen Aktivität stellt nämlich die Erfassung der Erlöse dar, ohne dabei den Verdacht der Strafverfolgungsbehörden zu wecken. Kriminelle stecken daher viel Zeit und Energie in die Entwicklung von verschiedenen Strategien, mithilfe derer eine öffentliche Verwendung ihres Gewinns sichergestellt werden soll. Denn erscheint der Profit als legitim, kann er ganz offen genutzt werden.
In der Regel bezeichnet man etwa die Überweisung von illegal erworbenem Geld an eine rechtliche Einrichtung, zum Beispiel eine Bank, als Geldwäscherei. In diesem Fall wird das aus kriminellen Aktivitäten gewonnene Geld zum Beispiel über Briefkastenfirmen an legitime Unternehmen oder Organisationen weitergeleitet. Ziel ist es, den wahren Ursprung des Geldes zu verbergen und keine Aufmerksamkeit seitens der Behörden zu erwecken. Gemäss Gesetz spricht das Bundesgericht dann von Geldwäscherei, wenn jemand versucht, die Art, den Ort und die Quelle eines Erlöses zu verschleiern. Ausserdem ist die Geldwäscherei in der Praxis mit zwei Straftaten verbunden. Es gibt die „anfängliche Straftat“, von der Kriminelle direkt finanziell profitieren, sowie die von Bundesgerichts separat behandelte Straftat, in der Kriminelle versuchen, ihre illegalen Einnahmen durch Ausbeutung von Finanzinstituten zu legitimieren.
Viele Gerichte wie das Bundesgericht und Strafverfolgungsbehörden haben komplexe Systeme eingerichtet, mit denen sie verdächtige Transaktionen oder Aktivitäten aufdecken. Eine weitere Massnahme gegen Geldwäscherei stellen zahlreiche internationale Kooperationen dar. Auch viele Strafverfolgungsbehörden haben Kooperationsvereinbarungen getroffen, um sich gegenseitig bei diesen Bemühungen zu unterstützen.
Zur Geldwäschebekämpfung kommen Regeln und Vorschriften zum Einsatz, die unter dem Begriff „Anti-Money Laundering“ (AML) zusammengefasst werden. Mit ihrer Hilfe soll verhindert werden, dass durch Geldwäscherei Einnahmen erzielt werden. Beispielsweise schreiben die AML-Vorschriften vor, dass alle Finanzinstitute die Sorgfaltspflichten ihrer Kunden gründlich überprüfen müssen. Nur so kann sichergestellt werden, dass sie nicht zur Geldwäscherei beitragen. Zu diesem Zweck wurde zum Beispiel auch die „Financial Action Task Force“ (FATF) gegründet. Dieser Einsatzgruppe ist es zu verdanken, dass die Vorschriften und Bestimmungen zur Bekämpfung von Geldwäscherei, aber auch von Briefkastenfirmen, auf der ganzen Welt an Bedeutung gewinnen.
Geldwäscherei ist illegal, weil sie Kriminellen erlaubt, aus Straftaten Profit zu ziehen. In der Regel umfasst der relativ komplexe Prozess mehrere Schritte:
Das Strafgesetzbuch der Schweiz legt fest, welche Taten bestraft werden und wie hoch die Strafen sind. Ausserdem ist dort festgelegt, wie ein Gerichtsprozess abläuft. Das StGB ist nicht nur für Anwälte und Richter interessant, sondern in vielen Fällen auch für Privatpersonen. Wir erklären dir, was das Strafgesetzbuch beinhaltet, und erläutern dir einige wichtige Begriffe. Wusstest du zum Beispiel, was der Unterschied zwischen einem Verbrechen und Vergehen ist oder was es mit dem Militärstrafgesetz auf sich hat? Nach dem Lesen dieses Artikels bist du schlauer.
Die unerwartete Kündigung des Arbeitgebers, der Streit mit dem Nachbarn über ein aufgestelltes Gartenhaus oder die plötzliche Trennung vom Ehegatten, im alltäglichen Leben gibt es eine Vielzahl an möglichen Situationen, in denen du einen professionellen rechtlichen Rat gut gebrauchen kannst. Vor allem dann, wenn du die rechtliche Grundlage nicht kennst, lohnt es sich, eine Rechtsberatung in Anspruch zu nehmen. Ein Anwalt bietet dir seine fachlich-kompetente Hilfe an und steht dir als Ratgeber zur Seite. In der Schweiz gibt es alternativ zudem das Angebot einer unentgeltlichen Rechtsauskunft. Alle wichtigen Informationen, die du über die Rechtsberatung wissen solltest, kannst du hier nachlesen.
Ein Einbruch oder Diebstahl ist ärgerlich. Zum Glück ist es möglich, sein Eigentum ausreichend zu schützen, wobei zumindest kein finanzieller Verlust entsteht. Diebe sind zwar heute mit komplexeren Schutzmassnahmen konfrontiert, organisieren sich jedoch auch besser. Schutz bieten Vorsichtsmassnahmen und Versicherungen. Zudem ist eine Unterstützung durch die Polizei möglich, um einen Diebstahl zu melden und gegen die Täter Anzeige zu erstatten.
Die Definition von Corporate Governance umfasst alle wichtigen Regeln, Verfahren und auch die nationalen und internationalen Gesetze zur Umsetzung einer guten Unternehmensführung. Viele mit dem Unternehmen in Verbindung stehende Parteien haben ein Interesse daran, dass die Entscheidungen des Managements einer gewissen Kontrolle unterliegen. Das Verhalten der Entscheider soll hohen moralischen Ansprüchen genügen und dennoch immer am Unternehmenserfolg ausgerichtet bleiben. Davon profitiert der Aktionär ebenso wie der Mitarbeiter oder der Staat, der Steuern aus den Unternehmen erhält. Die Corporate Governance verfolgt das Ziel, durch Standards und entsprechende Strukturen sowie die Herstellung von Transparenz Risiken in den Unternehmen zu minimieren.
Sollen bestimmte Erben nach einem Todesfall nichts vom Nachlass erhalten, kann der Erblasser sie unter Umständen enterben. Das ist aber gar nicht so einfach. Nur wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, können unliebsame Erben vom Erbe ausgeschlossen werden. Wann Enterben in der Schweiz möglich ist und wann der Pflichtteilschutz greift, was bei einer Enterbung beachtet werden muss, wer überhaupt enterbt werden kann und weitere Informationen rund um das Thema Erbschaft und Enterben findest du in diesem Artikel.
Um eine Straftat zu begehen, ist neben Absicht und Planung die Ausführung notwendig. Aber auch der Vorsatz genügt oft, damit sich ein Täter strafbar macht. Zusätzlich gibt es den Eventualvorsatz, der wiederum eine abgeschwächte Form des Vorsatzes darstellt, in der Schweiz jedoch ebenfalls strafbar sein kann. Er beinhaltet, dass ein Täter eine tatsächliche Tatbestandsverwirklichung nicht zwingend anstrebt oder für sicher hält, sondern seine Pläne von den Umständen abhängig macht und sich mit einem möglichen Erfolg abfindet.