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Ja, die Invalidenversicherung (IV) ist in der Schweiz eine obligatorische Versicherung. Gemeinsam mit der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) sowie der Krankenversicherung soll sie die Existenzgrundlage der Versicherten schützen. Damit gehört die IV als wichtige Säule zum eidgenössischen Sozialversicherungsnetz. Sofern du die im Gesetz festgelegten Bedingungen erfüllst, hast du einen Rechtsanspruch auf die Leistungen der Invalidenversicherung.
Verpflichtend ist die IV für alle Menschen, die in der Schweiz wohnen oder in der Schweiz erwerbstätig sind. Für Staatsangehörige, die vorübergehend ausserhalb der Schweiz wohnen und arbeiten, gibt es teilweise besondere Bestimmungen. Für sie handelt es sich nicht mehr um eine obligatorische Versicherung, sie können sie aber teils weiterführen. Erkundige dich in einem solchen Fall, was mit deiner Invalidenversicherung geschieht, wenn du im Ausland lebst.
Als invalide gelten Menschen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung erwerbsunfähig sind. Auch für nicht erwerbstätige Menschen kann die Invalidenversicherung eintreten. Die Invalidität gilt dann als gegeben, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich (zum Beispiel im Haushalt) zu betätigen. Die Erwerbsunfähigkeit muss für mindestens ein Jahr oder auch dauerhaft bestehen, um als Invalidität eingestuft zu werden. Die Invalidität wird in verschiedene Grade eingeteilt, sodass auch eine teilweise Erwerbsunfähigkeit relevant sein kann.
Wichtig für die Invalidenversicherung ist die Feststellung einer Invalidität. Wodurch diese entstanden ist, ist unerheblich. Es kann sich um eine Krankheit oder einen Unfall handeln. Auch bei Geburtsgebrechen tritt die Invalidenversicherung ein. Als Geburtsgebrechen gelten alle schweren gesundheitlichen Probleme, die schon bei der Geburt aufgetreten sind. Die Veranlagung zu einer bestimmten Krankheit gilt nicht als Geburtsgebrechen. Übrigens: Nicht nur bei körperlichen Erkrankungen springt die IV ein. Auch der psychische oder geistige Gesundheitsschaden ist abgedeckt.
Auf jeden Fall! Erstens ist die Invalidenversicherung auch schon für in der Schweiz lebende Kinder eine obligatorische Versicherung. Zweitens treten viele Gesundheitsschäden schon in der Kindheit auf, teils sogar schon vor oder bei der Geburt. Und drittens übernimmt die IV in vielen Fällen die Kosten für medizinische Massnahmen bis zum 20. Lebensjahr, die die berufliche Eingliederung erleichtern sollen.
Die IV ist vor allem für Eingliederungsmassnahmen zuständig. Im Rahmen der Früherfassung wird sie schon dann aktiv, wenn eine Person über mehrere Wochen hinweg oder immer wieder krank ist. Durch frühzeitige Massnahmen und Beratungen soll der Gesundheitsschaden gemildert werden. Ziel ist es, eine Invalidität zu verhindern. Das geschieht zum Beispiel durch Umstrukturierungen am Arbeitsplatz. Manchmal können schon kleine Massnahmen, zum Beispiel ein Stehpult, weitere Gesundheitsschäden verhindern. Auch Ausbildungskurse, Berufsberatung, sozialberufliche Rehabilitation oder Beschäftigungsmassnahmen können zur Frühintervention der IV gehören. Nach einer Erkrankung kommen weitere Massnahmen zur Wiedereingliederung infrage. Zum Beispiel werden notwendige Hilfsmittel bezahlt, Integrationsmassnahmen durchgeführt und der Versicherte langfristig begleitet. Zeigen die Massnahmen zur Wiedereingliederung keinen Erfolg, kommt auch eine Invalidenrente oder Teilrente infrage. Das sind weitere Leistungen der Invalidenversicherung:
Wenn alle Eingliederungsmassnahmen nicht erfolgreich sind oder nur teilweise greifen, kommt eine Invalidenrente infrage. Dazu muss zunächst der Invaliditätsgrad ermittelt werden. Bei Erwerbstätigen vergleicht die Versicherung: Wie viel könnte die Person verdienen, wenn sie gesund wäre? Und wie viel ist nach Eintreten des Gesundheitszustandes noch möglich? Je nachdem, wie gross die Differenz ist, ergibt sich ein Invaliditätsgrad. Und aus diesem berechnet sich die Invalidenrente oder auch Teilrente. Bei Nichterwerbstätigen läuft der Prozess ein bisschen anders ab: Hier klären Fachleute vor Ort, wie stark sich die Behinderung auswirkt und wie hoch die Rente sein muss. Bei Menschen, die teilweise erwerbstätig sind, werden beide Vorgehensweisen kombiniert. Übrigens: Anspruch auf eine Invalidenrente hast du frühestens nach einer einjährigen Wartezeit. Der Anspruch endet dann, wenn die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind oder wenn du Anspruch auf eine Altersrente hast.
Durch das Arbeitsgesetz sind Arbeitnehmer und Angestellte in der Schweiz geschützt, wenn es um eine gesundheitliche Beeinträchtigung oder verschiedene Arbeitsanforderungen geht. Daher legt das Arbeitsgesetz alle entscheidenden Grundbedingungen fest, die für die Arbeits- und Ruhezeiten gültig sind. Es ist auf alle Unternehmen in der Schweiz anwendbar, wobei es einige Ausnahmen gibt, so etwa für Staatsangestellte, Familienbetriebe und Künstler.
Immer wieder hörst du in den Medien, dass eine Person eine andere verletzt oder gar getötet hat. Nicht selten verwenden Reporter und Journalisten bezüglich des Täters Formulierungen wie „begrenzt urteilsfähig“. Vor allem bei Straftaten, die sich auf Leib und Leben von Personen beziehen, verläuft die Diskussion aufgrund dieser oder ähnlicher Begriffes oft kontrovers. Dabei wissen die wenigsten Menschen, wann und warum eine Person als urteilsfähig oder nicht urteilsfähig eingestuft wird. Unser FAQ rund um das Thema Urteilsfähigkeit erlaubt es dir, dir ein begründetes Urteil zu bilden.
Wenn sich Eltern scheiden lassen, dann entscheidet manchmal das Gericht über die Obhut des Kindes. In den meisten Fällen übernehmen Eltern, die sich getrennt haben, das gemeinsame Sorgerecht und sorgen somit weiterhin gleichermassen für das Wohl des Kindes. Ist dieses jedoch gefährdet, so kann es vorkommen, dass einer der beiden Elternteile das alleinige Sorgerecht beantragt. Doch was bedeutet es eigentlich, das alleinige Sorgerecht oder die alleinige Obhut für die gemeinsamen Kinder zu tragen und welche Voraussetzungen müssen hierfür erfüllt werden? Diese und weitere Fragen werden dir im folgenden Artikel beantwortet.
Die meisten Menschen möchten, dass nach ihrem Ableben die Erbfolge und das Schicksal der Vermögenswerte geklärt sind. Jeder kann ein Testament aufstellen, wozu noch kein Notar notwendig ist. Es genügen ein Blatt Papier, ein Kugelschreiber und der handschriftlich verfasste letzte Wille samt Unterschrift, Ausstellungsdatum und Ort. Dennoch gibt es Unterschiede, was die letztwillige Verfügung angeht. So unterscheiden sich beispielsweise Testament und Erbvertrag.
Ein Erbe wird aus den verschiedensten Gründen ausgeschlagen. Sehr oft sind die finanziellen Verhältnisse dafür verantwortlich. Wer nur Schulden erben würde, tut etwa gut daran, das Erbe auszuschlagen. Aber auch persönliche Gründe, etwa Streitigkeiten in der Vergangenheit, können der Anlass dafür sein, auf ein Erbe zu verzichten. Wie du herausfinden kannst, ob du ein Vermögen oder nur Schulden erben sollst, was du bei einer Ausschlagung des Erbes beachten musst, welche Folgen eine solche Erbausschlagung hat und worauf du bei einer allfälligen Anwaltssuche achten musst, erfährst du in diesem Artikel.
Üble Nachrede, falsche Anschuldigungen und Verleumdungen können zu einer Rufschädigung führen. Die Betroffenen haben dann unter den sozialen und beruflichen Folgen zu leiden. Wenn du dich dagegen wehren möchtest, musst du schnell handeln, denn die Fristen für einen Strafantrag sind recht kurz. Was du bei Rufschädigung in der Schweiz tun kannst, sagen wir dir hier.