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Ein vertragliches Konkurrenzverbot soll sicherstellen, dass Beschäftigte ihrem Arbeitgeber keinen Schaden oder potenziellen Schaden zufügen, indem sie beispielsweise zur Konkurrenz wechseln oder sensible Daten an diese weitergeben. Heisst: Unterschreibst du einen Vertrag, indem ein Konkurrenzverbot formuliert ist, verpflichtest du dich dazu, Stillschweigen über gewisse Informationen deines Arbeitgebers zu bewahren. Auch ist es von Bedeutung, dass du nicht einfach so zur Konkurrenz wechseln kannst oder Kunden abwirbst, bevor du dich selbstständig machst. Vor allem der erste Punkt ist mit der Frage verbunden, ob ein Wechsel in den gleichen Tätigkeitsbereich möglich ist oder du eine andere Art von Arbeit im konkurrierenden Betrieb aufnehmen wirst.
Damit du als Arbeitgeber ein arbeitsrechtlich gültiges Konkurrenzverbot aussprechen kannst, ist es wichtig, dass dieses schriftlich festgehalten wirst. Es gilt deshalb:
Das Konkurrenzverbot ist nur gültig, wenn es in angemessenem Rahmen festgehalten wird. Für dich als Arbeitgeber bedeutet es: Das wirtschaftliche Vorankommen deiner Arbeitnehmer darf nicht unangemessen beschwert werden. Zeitlich und örtlich sollte es deshalb immer angemessen sein. In der Schweiz ist das Verbot zum Beispiel maximal drei Jahre gültig. Kommt es zu Streitigkeiten, weil es sich um ein unangemessenes Verbot handelt, darf ein Richter darüber entscheiden, ob beispielsweise die Dauer des Verbots herabgesetzt werden kann. Die uneinheitliche Gerichtspraxis, was auch für nationale Gerichte gilt, kann diesen Prozess oft beschweren, sodass Arbeitgeber bei einem Konkurrenzverbot von Beginn an auf einen angemessenen Rahmen achten sollten.
Erlaubt sind die Punkte, die wesentlich sind, um das Geschäft eines Arbeitgebers zu schützen:
Wichtig sind vor allem drei Punkte:
Erlaubt ist deshalb alles, was dich als Arbeitgeber schützt oder dich als Arbeitnehmer zumindest im wirtschaftlichen Fortkommen nicht behindert, solange die oben genannten Punkte erfüllt sind. Als Arbeitgeber kannst du mit einem Verbot darauf bestehen, dass dein Arbeitnehmer für eine gewisse Zeit während des Dienstverhältnisses keine Nebentätigkeit ausübt, die dein Geschäft belasten könnte. Arbeitnehmer dürfen dir deine Kunden dann nicht abwerben oder ein eigenes Geschäft mit der Hilfe von sensiblen Informationen und Daten von dir eröffnen.
Das Konkurrenzverbot ist nur für einen bestimmten Zeitraum und unter gewissen Voraussetzungen gültig. Wirst du vom Arbeitgeber entlassen, ohne Schuld daran zu tragen, ist das Verbot in der Regel nicht mehr für dich gültig.
Arbeitgeber können bei Missachtung eine Strafe durchsetzen, wenn du gegen das Verbot verstösst. In der Regel handelt es sich um eine Konventionalsstrafe, bei der du eine Busse zahlst. Ist dem Arbeitgeber ein Schaden entstanden, kann es sogar vorkommen, dass dieser auf eine entsprechende Entschädigung und Begradigung besteht.
Voraussetzung für die Geltung des Konkurrenzverbots ist, dass es gewisse Kriterien erfüllt. Treffen folgende Punkte nicht zu, kann ein Verbot für ungültig erklärt werden:
Tipp: Eine rechtliche Beratung kann sich für dich lohnen, wenn du dir unsicher bist. Bei der Beratung mit einem Anwalt für Arbeitsrecht kannst du klären, ob und inwieweit die Konkurrenzklausel im Arbeitsvertrag bei einer Entlassung oder Kündigung gültig ist.
Die schriftliche Form ist die einzig gültige. Besser gesagt: Du bist auf der sicheren Seite, wenn du dein Konkurrenzverbot in einem Vertrag festhältst. Unabhängig davon, ob du Wirtschaftsrecht oder Arbeitsrecht studiert hast, ein Laie auf dem Gebiet bist und zum ersten Mal ein Unternehmen eröffnest. Wenn du deine Arbeit schützen möchtest kannst und solltest du ein Konkurrenzverbot schriftlich einrichten.
Wenn jemand etwas damit begründet, es schon immer so getan zu haben, beruft er sich möglicherweise auf das Gewohnheitsrecht. In der Rechtsgemeinschaft versteht man darunter ein durch Brauch entstandenes, oftmals mündlich tradiertes Recht. Es steht im Gegensatz zum geschrieben Recht (Satzungsrecht). Oftmals geht es dabei konkret darum, von Dritten die Duldung einer Handlung auf ihrem Grundstück einzufordern.
Bei einem neuen Anstellungsverhältnis wird im Normalfall eine Probezeit vereinbart. Da sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber während der Phase der Rekrutierung nicht genügend kennenlernen können, beginnt die Zusammenarbeit mit einer Zeit, in der beide Parteien einfacher den Arbeitsvertrag kündigen können. Diese Zeit einer kürzeren Kündigungsfrist wird Probezeit genannt. Wir sagen dir, welche gesetzlichen Bestimmungen für die Probezeit und insbesondere bei einer Kündigung in der Probezeit gelten. Du erfährst, wie lange eine solche Probezeit dauern darf, ob und unter welchen Umständen sie verlängert werden kann, wie lange die Kündigungsfristen sind und welcher Kündigungsschutz gilt.
Als Arbeitnehmer freut man sich darüber, wenn der Vorgesetzte einmal im Jahr eine Erhöhung der Löhne und Gehälter vornimmt. Im Allgemeinen sollten Lohnerhöhungen so hoch angesetzt sein, dass nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungen noch spürbar mehr Geld auf das Konto kommt. Eine Verpflichtung zur Anhebung der Löhne trifft den Arbeitgeber, wenn sie in Kollektivverträgen für die gesamte Branche vereinbart wurden. Diese Verträge gibt es für fast alle grossen Branchen. Der Grund für Lohnerhöhungen liegt meist darin, dass sie für den Arbeitnehmer einen Ausgleich zum stetig steigenden Preisniveau bieten sollen.
Diskriminierung ist ein schwieriges Thema. Wo sie beginnt und wer betroffen ist, ist oftmals eine Sache der Rechtsauslegung. Die Gesetze in der Schweiz sind dahingehend nämlich nicht abschliessend formuliert, sondern Gegenstand einer fortlaufenden gesellschaftlichen und politischen Debatte. Dennoch gehört Diskriminierung jedweder Form zu den unangenehmen Dingen, die fast jeder Mensch, der einer von vielen möglichen Gruppen angehört, schon erfahren hat – sei sie bewusst oder unbewusst durch andere ausgeübt worden. Insgesamt nimmt die Diskriminierung gegenüber verschiedenen Gruppen ab. Doch immer wieder kommt es zu unschönen Diskriminierungsfällen.
Die Gerechtigkeit ist lebenswichtig und hat gleichzeitig auch viele Facetten. Sie bestimmt als Grundform das gesamte menschliche Leben und Zusammensein, gibt dabei auch an, welche Rechte und Pflichten der Mensch hat. Durch Gerechtigkeit wird die Interaktion zwischen allen Menschen geregelt, wobei vor allen Dingen auf Gleichheit und auf eine gerechte Verteilung aller Ansprüche Wert gelegt wird. Genauso ist die Gerechtigkeit immer eine Tugend und entspringt uralten klassischen Konzepten, die für das soziale Zusammenleben seit der Antike festgelegt wurden und sich im Laufe der Zeit immer mehr verbessert und angepasst haben.
Die Friedensrichter sind für das vom Gesetzgeber vorgeschriebene Schlichtungsverfahren zuständig. Bevor du vor Gericht ziehst, solltest du zunächst ein Schlichtungsverfahren anberaumen. Das spart einerseits Kosten und soll zudem zu einer einvernehmlichen Lösung führen. Diese grundsätzliche Möglichkeit bietet sich immer dann, wenn der zivilrechtliche Streitwert gering ist. Was es darüber zu wissen gibt, erfährst du hier.