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Damit unentgeltliche Strafrechtspflege gewährt wird, müssen einige Voraussetzungen gegeben sein. So können ausschliesslich natürliche Personen, nicht aber juristische Personen eine solche Beihilfe beantragen. Diese Person muss mittellos sein; ihr müssen also die finanziellen Mittel fehlen, um die Kosten des Verfahrens zu tragen. Das sogenannte Existenzminimum bildet hier die Grundlage. Es muss also ein Grundbetrag für Nahrung, Kleidung, Körperpflege, minimale kulturelle Bedürfnisse, Mietkosten, Prämien für die Krankenversicherung, Berufsauslagen und Kommunikation vorhanden sein. Das Gericht setzt hier jedoch keine festen Beträge an, sondern hat einen gewissen Ermessensspielraum. Ein sogenannter Notgroschen, der bis zu 10.000 CHF betragen kann, wird vom Gericht ebenfalls ausser Acht gelassen. Nicht unerwähnt bleiben sollte zudem die fehlende Aussichtslosigkeit: Sind die Gewinnaussichten gering, wird in der Regel keine unentgeltliche Rechtspflege gewährt.
Ein Gerichtsverfahren ist mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Hierzu zählen:
Kannst du diese Kosten nicht selbst aufbringen, ist dein Verfahren aber nicht aussichtslos, solltest du ein Gesuch auf Prozesskostenbeihilfe stellen. Der Anwalt wird unter diesen Voraussetzungen der Bedürftigkeit vom Staat bezahlt. Könntest du also deinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten, wenn du das Gerichtsverfahren aus eigener Tasche bezahlen müsstest, ist die Rechtsbeihilfe unter Umständen die geeignete Lösung für dich.
Das Gericht wird sich deine finanzielle Situation sicher genau ansehen und entscheidet meist von Fall zu Fall nach den individuellen Voraussetzungen. Deine finanziellen Verpflichtungen werden deinen finanziellen Einnahmen gegenübergestellt. Kann mit den übriggebliebenen Mitteln der sogenannte Notbedarf nicht mehr gestemmt werden, wirst du als mittellos eingestuft. Allerdings hängt es dann auch noch davon ab, wie hoch die Kosten des Verfahrens voraussichtlich ausfallen werden.
Wenn du ein Gesuch auf unentgeltliche Rechtsbeihilfe stellst, hast du auch die Möglichkeit, dich für eine anwaltliche Vertretung zu bewerben. Handelt es sich um ein sehr komplexes Verfahren, wird diesem meist auch stattgegeben. Kannst du die im Verfahren gestellten Fragen hingegen auch leicht selbst beantworten, wird dir hingegen keine anwaltliche Vertretung gestellt.
Wird dir unentgeltliche Rechtspflege gewährt, bedeutet dies nicht nur, dass du Rechtsbeistand in Form von Rechtsanwälten erhälst. Auch die Prozessführung, sprich Gerichts- und andere Verfahrenskosten, werden dir nicht zur Last gelegt. Dabei bekommst du diese aber nicht geschenkt: Bist du später finanziell wieder in der Lage, die entsprechenden Kosten zu übernehmen, musst du diese zurückzahlen. Dieser Anspruch verjährt laut Gesetz allerdings nach zehn Jahren.
Wann aber musst du ein entsprechendes Gesuch stellen und vor allem: Was ist bei diesem zu beachten? Du kannst dieses sowohl vor als auch nach Eintritt der sogenannten Rechtshängigkeit beantragen. In Ausnahmefällen kann die kostenfreie Rechtspflege nämlich auch rückwirkend bewilligt werden. Beim für dich zuständigen Gericht beziehungsweise auf dessen Internetpräsenz findest du entsprechende kostenlose Formulare. Dem Gesuch musst du alle notwendigen Belege beilegen. Diese sollten einen vollständigen Überblick über deine Einkommens- und Vermögensverhältnisse geben. Auch solltest du dich zur jeweiligen Klage äussern und deine Sicht der Dinge darstellen. Auch kannst du angeben, welcher Rechtsbeistand von dir gewünscht ist. Wird dein Gesuch bewilligt, kann dir die unentgeltliche Rechtspflege entweder ganz oder nur teilweise gewährt werden. Wichtig: Die Kosten für die Anwaltskosten der Gegenpartei sind in dieser Beihilfe nicht enthalten! Handelt es sich um ein sogenanntes Schlichtungsverfahren, fallen diese Art Kosten allerdings nicht an. Auch für arbeitsrechtliche Verfahren bis zu einem Streitwert von 30.000 CHF fallen keine Gerichtskosten an.
Anspruch auf eine unentgeltliche Verbeiständung haben alle, die sich die Gerichtskosten aus eigener Tasche nicht leisten können. Diese Rechtsbeihilfe dient also dazu, die Rechtsgleichheit der mittellosen Personen zu stärken. Hier ein kleines Rechenbeispiel: Du verdienst jeden Monat 500 CHF mehr, als du für deinen Lebensunterhalt benötigst. Die Kosten für das Gerichtsverfahren aber werden auf 10.000 CHF geschätzt. Selbst dann wirst du als teilweise mittellos eingestuft, da du nicht in der Lage bist, die Gerichtskosten innerhalb eines Jahres komplett zurückzuzahlen. In diesem Fall müsstest du aber deinen Einkommensüberschuss von 500 CHF nutzen, um dich an den Prozesskosten zu beteiligen.
Egal, ob du dich noch in der Probezeit oder in einem langjährigen Arbeitsverhältnis befindest – Kündigungsgründe für einen Job kann es viele geben. Diese reichen von Unzufriedenheit am Arbeitsplatz bis hin zu neuen privaten Zielen, die mit dem aktuellen Job nicht zu vereinen sind. Auch der Arbeitgeber kann zahlreiche Gründe haben, um einen Arbeitnehmer zu entlassen. Diese Gründe müssen nicht immer auf mangelnde Leistung zurückzuführen sein, sondern können auch aus betrieblichen Veränderungen hervorgehen. Welche Kündigungsgründe es bei einem Arbeitsverhältnis geben kann und was bei der Kündigung eine Arbeitsstelle sonst noch zu beachten ist, erfährst du in diesem Artikel.
Bei einer vertraglichen Vereinbarung gilt zunächst immer eine gesetzlich vorgeschriebene Haftungsverteilung auf beide Vertragsparteien. Diese kann jedoch durch Haftungsbeschränkungen oder sogar durch einen Haftungsausschluss verändert werden. Kommen dieser zur Geltung, ist ein rechtsgeschäftlicher Eingriff zugunsten des Schädigers nicht mehr möglich. Da beide Vertragspartner darüber Bescheid wissen, ist der Haftungsausschluss rechtlich erlaubt. Mehr zum Thema erfährst du hier.
Mediation ist ein freiwilliges und strukturiertes Verfahren, um einen Konflikt konstruktiv beizulegen. Vielleicht warst du schon einmal in einer Situation mit derart verhärteten Fronten, dass aufeinander zuzugehen nicht mehr möglich schien. Genau dort kannst du einen allparteilicher Experten einschalten, um dich und die anderen Konfliktparteien in eurem Lösungsprozess zu begleiten. Die Konfliktparteien, auch Medianden oder Medianten genannt, versuchen dabei, eine gemeinsame Vereinbarung zu erlangen, die ihren Interessen und Bedürfnissen entspricht.
Beginnst du einen neuen Job, kommt auf dich eine aufregende Zeit, aber auch eine Menge Ungewissheit zu. Denn ob die neue Arbeitsstelle tatsächlich so vielversprechend und spannend ist, wie anfangs angenommen, stellt sich meist erst nach einigen Wochen heraus. Manchmal passt es einfach nicht – die Tätigkeit macht keinen Spass, das Arbeitsklima ist schlecht oder du kannst die Ansprüche deines Chefs nicht erfüllen. Aus diesem Grund sieht das Schweizer Arbeitsrecht eine Probezeit vor, die es dir und deinem Arbeitgeber erlaubt, den Job kurzfristig und ohne Begründung zu kündigen. Alle Regeln für die Kündigungsfrist während der Probezeit erfährst du hier.
Noch gibt es in der Schweiz keine anerkannte Rechtsform zwischen dem ungeregelten Konkubinat und der gesetzlich geregelten Ehe. Jedoch haben Paare dabei durchaus einen gewissen Spielraum. Das Schweizer Eherecht ist im Zivilgesetzbuch geregelt. Welche Voraussetzunge für die Eheschliessung erfüllt sein müssen und welche Gesetze und Regeln in der Ehe gelten, erfährst du in diesem Artikel.
Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Vertragstypen. Damit du den Überblick behältst, erklären wir dir an dieser Stelle den Werkvertrag näher. Ein Werkvertrag liegt vor, wenn eine Vertragspartei, zum Beispiel Handwerker oder Unternehmer, sich zur Fertigstellung eines ganz genau definierten Werkes verpflichten. Dies kann das Streichen eines Hauses oder der Einbau von bestimmten Fenstern sein. Im Gegenzug ist die andere Partei verpflichtet, diese erbrachte Leistung zu vergüten. Wenn du das Gefühl hast, dass in deinem Fall das Werkvertragsrecht verletzt wurde, findest du auf unserer Vergleichsseite viele nützliche Informationen und vor allem Hilfe.