Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Wenn Mann und Frau in einem Haushalt zusammenleben, gilt in der Schweiz bei der Geburt eines Kindes immer der Mann als Vater, der gleichzeitig der Ehemann ist. Lebst du mit deinem Partner jedoch unverheiratet zusammen, bist du nicht automatisch der rechtliche Vater, auch wenn du der biologische Vater bist. Es ist entsprechend notwendig, dass du die Vaterschaft anerkennst und beurkunden lässt. Dazu muss die Mutter ihr Einverständnis geben. Das ist vor der Geburt oder danach möglich.
Gleiches gilt, wenn das Kind von einem anderen Mann stammt, mit dem die Mutter nicht zusammenlebt oder verheiratet ist, während der aktuelle Ehemann gesetzlich der rechtliche Vater ist. Der Sachverhalt kann nur durch Anfechtung vor Gericht geklärt und abgeändert werden, wenn der leibliche Vater eine Vaterschaftsanerkennung verlangt. Die Anerkennung ist nicht gültig, wenn das Kind schon von jemandem anerkannt wurde. Auch hier ist eine Anfechtung notwendig.
Eine Vaterschaftsanerkennung ist immer eine freiwillige Willenserklärung. Das bringt bestimmte Pflichten und Rechte mit, die für Kind und Eltern entscheidend sind. Dabei spielt keine Rolle, ob die anerkennende Person der biologische Vater ist. Wenn dagegen der biologische Vater nicht zum Kind steht, ist eine gerichtliche Vaterschaftsfeststellung für die Mutter möglich, um Unterhaltsleistungen zu erhalten. Hier ist ein Vaterschaftstest notwendig.
Bei einer Beurkundung der Vaterschaft vor der Geburt, entweder beim Standesamt oder bei einem Notar, tragen die Behörden den Vater in die Geburtsurkunde ein. Erfolgt die Vaterschaftsanerkennung erst nach der Geburt, muss durch das Standesamt eine neue Geburtsurkunde ausgestellt werden. Ihr könnt euch für das gemeinsame Baby durch einen Anwalt beraten lassen.
Der Vaterschaftstest ist eine Möglichkeit zur Feststellung der spezifischen Eigenschaften des Erbguts einer Person. Dabei handelt es sich um eine Analyse, die eine genetische Verwandtschaft zwischen Vater und Kind nachweist oder aufzeigt, dass die getestete Person nicht der biologische Vater ist. In der Schweiz darf der Vaterschaftstest nur dann durchgeführt werden, wenn dadurch die Interessen des Kindes gewahrt werden. Das Kind muss zustimmen, sobald es urteilsfähig ist. Ist es minderjährig, obliegt die Zustimmung den Eltern. Ein heimlich durchgeführter Test ist strafbar und vor Gericht nicht verwendbar.
Für eine unverheiratete Mutter ist es möglich, die Vaterschaftsfeststellung durch eine freiwillige Anerkennung des Vaters und durch ein gerichtliches Verfahren zu klären. Entscheidend ist das für die Unterhaltsansprüche und für das Kind, das auf das Wissen über seine Herkunft Anspruch hat. Ohne wirksame Vaterschaftsfeststellung hat das Kind keine Erbschafts- und Unterhaltsansprüche gegenüber dem Vater. Im Familienrecht gibt es ein Verfahren für eine Klärung der Abstammung und ein Verfahren, um eine Vaterschaft anzufechten. Für das korrekte Vorgehen bei den Behörden und vor Gericht kannst du für die Kindesanerkennung die Beratung durch einen Anwalt in Anspruch nehmen.
Jeder Schweizer Bürger, der seinen Wohnsitz in der Schweiz hat, kann die Kindesanerkennung beim zuständigen Zivilstandsamt machen. Bei im Ausland lebenden Bürgern ist die Anerkennung beim Zivilstandsamt am Geburtsort oder gewöhnlichen Aufenthaltsort des Kindes notwendig. Nötig sind dazu dein Identitätsausweis und eine Wohnsitzbescheinigung, die du beim Zivilstandsamt vorlegst. Sobald die Vaterschaftsanerkennung rechtsgültig ist, gilt das Kindesverhältnis von der Geburt des Kindes an und damit auch rückwirkend, falls die Beantragung nach der Geburt erfolgt ist. Das beinhaltet die Geltungsmachung aller Rechten und Pflichten.
Für die Mutter ist eine Kindesanerkennung durch den Vater meistens sinnvoll, wenn die Ehe nicht vollzogen ist. Hier ist ein entsprechendes Gesuch notwendig, damit beide Eltern das gemeinsame Sorgerecht erhalten. Dazu kann das Kind zwischen dem Ledignamen der Mutter und dem des Vaters wählen. Stammt die Mutter aus dem Ausland, erhält das Kind durch die Vaterschaftsanerkennung ihres Lebenspartners aus der Schweiz die Staatsbürgerschaft des Vaters.
Wenn das Kindsverhältnis zwischen Vater und Kind durch Anerkennung oder Ehe begründet ist, kann dies durch Anfechtung bestritten werden, beispielsweise wenn du der leibliche Vater bist und das Kind auch rechtlich anerkennen möchtest. Die Anfechtung ist nur vor Gericht als Klage möglich. Berechtigt sind:
Wenn du die Vaterschaft für ein Kind anerkennst, verpflichtest du dich zur Zahlung des Unterhalts für das Kind bis zum Abschluss der Ausbildung und für die Mutter bis mindestens drei Jahre nach der Geburt. Die Vaterschaftsanerkennung macht in der Schweiz vor allen Dingen sozialrechtliche Ansprüche möglich, sodass du das Kind mitversichern kannst oder für dieses Erbschaftsansprüche nach deinem Tod entstehen. Dazu erhältst du das Umgangsrecht, während dein Kind deinen Nachnamen führen darf.
Wer auf der Suche nach einer schicken Mietwohnung ist, einen neuen Arbeitsplatz sucht oder einen Kredit bei einer Bank aufnehmen will, sollte unbedingt solvent sein und eine solide Kreditwürdigkeit haben. Doch was ist das eigentlich? Wie beweist man, dass man finanziell in geordneten Verhältnissen lebt, keine übermässig hohen Schulden hat und alle Zahlungsverpflichtungen in der Vergangenheit zuverlässig erfüllt hat? Der Betreibungsregisterauszug ist in diesem Fall unverzichtbar. Er dient dir in nahezu jeder Situation als Dokument, wenn du deine finanzielle Zuverlässigkeit nachweisen sollst. Was also musst du zu diesem Auszug wissen?
Wer ein Haus bauen möchte, aber nicht viel Geld für Grund ausgeben kann, kann ein Haus mit Baurecht bauen. Bei diesem Konzept bleibt das Grundstück in der Hand des Besitzers. Dieser vergibt aber das Recht, dass dort gebaut und das Gebäude genutzt werden darf. Im Austausch wird ein Baurechtszins pro Jahr fällig. Sowohl für den Bodeneigentümer als auch für den Bauherrn hat dieses Konzept grosse Vorteile. Es gibt aber auch deutliche Nachteile des Baurechts. Wir erklären dir, was du beachten solltest.
Es gibt einige Situationen im Leben, bei denen du um einen Zivilprozess nicht herumkommst und auf den Beistand eines Rechtsanwaltes angewiesen bist. Wie du sicher weisst, sind solche Anwaltskosten aber alles andere als günstig. Hast du also keine Rechtsschutzversicherung, kann es ganz schön teuer werden. Aus diesem Grund sieht es das Gesetz in der Schweiz vor, dass mittellose Personen einen Anspruch auf eine unentgeltliche Rechtspflege haben. In diesem Fall brauchst du dir also um die Anwalts- und Gerichtskosten zumindest vorerst keine Gedanken zu machen. Um eine solche Beihilfe zu erhalten, musst du allerdings ein entsprechendes Gesuch stellen.
Die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft ist das Regularium für die politische Verfassung der Schweiz. Sie stellt eine Bundesverfassung dar, ist oberstes Recht, gibt aber gleichzeitig umfassende Kompetenzen an die Kantone und Gemeinden ab. Gleichzeitig definiert sie die Schweiz als Bundesstaat mit einer halbdirekten Demokratie – also mit Elementen einer repräsentativen und einer direkten Demokratie. Diese politische Form ist besonders. Was du über die schweizerische Bundesverfassung wissen solltest und was du unter anderem für Rechte hast, erfährst du hier. Die Bundesverfassung der Schweiz ist etwas, worauf man im Ausland oftmals mit ein wenig Neid blickt.
Der Umzug in ein neues Zuhause ist ein besonderes Lebensereignis und weckt eine Fülle von Emotionen. Umso wichtiger ist es, dass die grosse Veränderung auf einer soliden rechtlichen Basis stattfinden kann. Ein Mietvertrag zwischen Mieter und Vermieter regelt alle zentralen Fragen rund um die Wohnung und gilt heute als unverzichtbar. In den meisten Fällen besprechen beide Parteien einen solchen schriftlichen Vertrag vor dem Einzug und können sich dabei auf einzelne Sonderregelungen wie zum Beispiel eine gemeinsame Gartennutzung einigen. Auch eine Untervermietung sollte immer durch einen Vertrag abgesichert werden.
Forderungen für Schulden können von einem Gläubiger auf einen anderen wechseln, wenn diese das vertraglich vereinbaren. Das geschieht mittels einer Abtretungserklärung in Form einer Zession. Für den Schuldner ändert sich die Forderung dabei nicht, er zahlt sie lediglich an den neuen Gläubiger und nicht mehr an den alten. Die Abtretung benötigt keine notarielle Beglaubigung.