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Die Verjährung ist im Zivil- und Strafrecht ein gängiger Rechtsbegriff. Im Strafrecht bedeutet eine Verjährung, dass die Verfolgung einer Straftat nach einer genau definierten Zeitdauer nicht mehr möglich ist. Begeht jemand ein Verbrechen und wird er über einen gesetzlich vorgeschriebenen Zeitpunkt nicht gefasst, kann die Tat verjähren und nicht mehr geahndet werden.
Unterschieden werden zwei verschiedene Formen der Verjährung, die Verfolgungsverjährung und die Vollstreckungsverjährung. Straftaten, die mehr als zehn Jahre Freiheitstrafe aufweisen, verjähren nach fünfundzwanzig Jahren. Für lebenslange Freiheitsstrafen ist keine Verjährung möglich, darunter für Mord. Hochverrat wiederum verjährt bei lebenslanger Freiheitsstrafe nach dreissig Jahren. Die Dauer hängt dabei immer von der Strafe für die Tat ab. Bei kleineren Delikten sind mindestens drei Jahre Verjährungsfrist angesetzt.
Kaum eine Straftat ist dauerhaft verfolgbar und verjährt entsprechend nach einer bestimmten Zeit. Das betrifft nicht nur eine behördliche Verfolgung, sondern auch die Aufhebung rechtskräftiger Urteile, wenn eine Strafe keiner Vollstreckung unterlag. Die Verfolgungsverjährung tritt für ein Verbrechen in Kraft, das nach einer bestimmten Zeit durch Polizei und Staatsanwaltschaft nicht mehr verfolgt werden darf. Die Vollstreckungsverjährung gilt für rechtskräftig wirksame und verhängte Urteile, die nach dem Ablauf einer bestimmten Zeitspanne nicht mehr vollstreckt werden dürfen, selbst wenn die Strafe nicht angetreten wurde. Sie beginnt, anders als bei der Verfolgungsverjährung, ab dem Tag der Rechtskraft der Entscheidung, entsprechend dann, wenn das Urteil verhängt wurde. Bei der Verfolgungsverjährung gilt die Verjährung ab dem Zeitpunkt der Tat.
Die Vollstreckungsverjährung ist nicht für lebenslange Freiheitsstrafen oder bei Delikten wie Mord möglich. Entscheidend ist immer die Höhe der Strafe selbst. Sie beginnt ab dem Zeitpunkt der erfolgten Tat. Auch für Mittäterschaft gilt die Verjährung, hier ab dem Zeitpunkt der letzten Tathandlung des Mittäters. Für eine anstiftende Tätigkeit oder Beihilfe gilt der Fristbeginn der Haupttat.
Ansonsten verjähren Straftaten für ein Vergehen im Verjährungsrecht in folgenden Fristen:
Eine Verjährung hat die Funktion der Rechtssicherung bei der Strafverfolgung und beginnt grundsätzlich ab dem Zeitpunkt der Straftat. Der Todeszeitpunkt ist der Tag der Verjährungsaussetzung, beispielsweise bei Todschlag. Besonderheiten gibt es bei Misshandlungen und Sexualstraftaten. Hier beginnt die Verjährung erst, wenn das Opfer das Alter der Volljährigkeit erreicht hat. Gesetzlich nennt sich das „Ruhen der Verjährung“. Gleiches gilt für Fälle, wenn der Täter im Ausland ist. Hier gilt die Verjährung erst, wenn die Übergabe im Inland erfolgt.
Eine Verjährung beginnt ab dem Tag der vollendeten Tat und nicht ab dem, an dem Strafanzeige gestellt wird. Sie ruht, wenn eine Vollstreckung ausgesetzt wurde. Das kann verschiedene Gründe haben, darunter:
Ruht eine Verjährung, verlängern sich auch die Frist und Dauer, in der eine Straftat verfolgt werden kann. Das gilt für die Beschlagnahme, den Haftbefehl und die Klageerhebung.
Die Verjährungsfrist spielt im privaten und öffentlichen Recht eine Rolle und umfasst natürlich im Zivilrecht auch ausstehende Forderungen, die ab einem gesetzlich vordefinierten Zeitraum erhoben und dann nicht mehr gültig sind. Die Verjährungsfrist ist im Strafrecht immer das Mass der Verjährung, also die Dauer, nach der eine Verfolgung oder Vollstreckung einer Straftat nicht mehr möglich ist.
Im Zivilrecht gilt eine regelmässige Verjährungsfrist. Diese bewirkt, dass du als Gläubiger nach Ablauf von drei Jahren keinen Anspruch mehr auf deine Forderungen gegenüber dem Schuldner erheben kannst, wenn du sie bis dahin nicht gültig machst. Der Schuldner kann nach dieser Frist die Zahlung entsprechend verweigern, wenn du vergessen hast, die Rechnung rechtzeitig zu stellen.
Es gibt zivilrechtliche Ansprüche, bei denen die Rechtslage zweifelhaft oder unsicher ist, die eine neue Klärung und Erwägung der Umstände erfordern und mehr Zeit benötigen. Jedoch unterliegen diese ebenfalls den festgelegten Verjährungsfristen, sodass ein Hinausschieben des Verjährungsbeginns nicht möglich ist, selbst wenn der Einzelfall eine Änderung der Rechtsprechung nötig macht.
Damit verbundene Ungerechtigkeiten nimmt der Gesetzgeber in Kauf. Die Rechtsprechung in jeder Fassung legt strenge Masstäbe, so dass auch die unklare Rechtslage nicht dazu führt, dass die Verjährung nicht beginnt. Nur in sehr seltenen Fällen ist eine Aufschiebung der Verjährung beim Bundesgericht im jeweiligen Kanton möglich.
Das Kündigungsrecht sichert für zwei Parteien eines Vertrags den Ausstieg aus diesem Vertrag, wenn die Bedingungen nicht erfüllt werden oder sich die Verhältnisse ändern. Dabei gilt das Kündigungsrecht zunächst als Schutzmassnahme für die Wahrnehmung der eigenen Rechte. Trotzdem sollten beide Parteien die Möglichkeit haben, einen Vertrag zu lösen, wenn Schwierigkeiten aufkommen.
Das juristische Plädoyer hat eine wesentliche Aufgabe, wenn es um die Rechtsprechung und das Gesetz im Strafrecht geht. Sicherlich hast du das Abschlusswort vor der Verkündung eines Urteils, das Staatsanwaltschaft und Verteidiger aussprechen, als spannenden Teil einer Doku oder eines Filmes noch in Erinnerung. So sieht es auch in der Realität aus: Es stellt einen wichtigen Punkt nach der eigentlichen Verhandlung bei einem Strafprozess dar. Warum es so wichtig ist und was es beinhalten sollte und darf, schaffe dir darüber hier einen Überblick.
Wenn eine Person eine andere beschimpft, dann kränkt sie diese in vielen Fällen nicht nur, sondern kann sich unter bestimmten Voraussetzungen auch strafbar machen. Es gibt im Strafrecht viele Delikte, die sich gegen die persönliche Ehre anderer Menschen richten. Dazu gehören Beleidigungen, Verleumdungen und üble Nachrede. Auf Letzteres gehen wir in diesem Artikel genauer ein: Was man unter übler Nachrede versteht, wann sie strafbar ist und womit der Täter rechnen musst, erfährst du hier.
Wenn einer Person bestimmte Dinge rechtlich zustehen, kann eine Gegenpartei durch eine Verzichtserklärung sicherstellen, dass die Person keine Ansprüche erhebt. In vielen Fällen ist für die Verzichtserklärung eine notarielle Beglaubigung notwendig, so vor allen Dingen bei Erbverzicht oder Unterhaltsverzicht. Die Verzichtserklärung ermöglicht Rechtsklarheit und vermeidet Streitigkeiten. Dem Verzichtserklärer kann dabei auch eine Entschädigung zugestanden werden. Mehr zum Thema erfährst du hier.
Der Begriff Immission ist weniger verbreitet als die Emission, die vor allem vor dem Hintergrund der Umweltdebatte wichtig ist. Die Immission richtet den Blick auf den oder das Geschädigte: Wie wirken sich Strahlen, Luftverunreinigungen, Lärm oder Schadstoffe aus? Welche Schäden entstehen und welche Einschränkungen gibt es durch verschiedene Emissionen? Sich mit Immission zu beschäftigen, heisst daher immer, sich mit Ursache und Wirkung zu befassen. Das ist nicht nur im Umweltkontext wichtig, sondern beispielsweise auch im Baurecht und insbesondere im Schweizer Nachbarschaftsrecht. Denn Immissionen haben nicht nur vermeintlich grosse Themen, wie etwa die Stickstoffbelastung, zum Thema, sondern auch kleine wie Zigarettenrauch.
Bei einer Verursachung von Schäden wird der Schuldige haftbar gemacht und ist verpflichtet, an den Geschädigten Schadensersatz zu zahlen. Im Haftpflichtrecht der ist dann von Verschuldungshaftung die Rede. Sie kann etwa eintreten, wenn sich jemand im Strassenverkehr nicht an die Regeln hält und einen Unfall verursacht. Für solche Fälle gibt es die Möglichkeit der Haftpflichtversicherung.